Acer-Gründer: Ultrabooks und Tablet-PCs sind nur eine Modeerscheinung

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Manche Trends sind nur Momentaufnahmen, insbesondere die Tablets und die ultradünnen Notebooks nach Intel-Vorstellungen. Am Ende käme aber doch alles wieder zusammen bei den klassischen Notebook-Herstellern, meint Stan Shih.

»Acer gehört halb Taiwan«, hört man immer wieder auf den Straßen von Taipei. Kein Wunder, dass alles, was der Acer-Gründer sagt, auf die Waagschale gelegt und ernst genommen wird.

In seinem neuen Originalbeitrag, über den das Branchenmedium Digitimes berichtete, bezog er dies vor allem auf die Zulieferer: diese würden die gleichen sein, die auch die üblichen Notebooks zusammensetzen. Er mahnt, dass sich die Unternehmen nicht verzettelten sollten, indem sie nur auf Ultrabooks und Tablets setzten.

Bei Gizmodo hat man diese Worte aufgegriffen und mint, Shih sei wohl »ein wenig gaga«. Shihs Argument, die Industrie solle besser selbst innovative Produkte produzieren (»statt kurzfristigen Trends hinterherzulaufen« liest man zwischen den Zeilen) und einfach »Produkte mit niedrigem Preis und hoher Kundenzufriedenheit herstellen«, verleitet manche Leser zu falschen Interpretationen.

Die Aussagen sehen die Kritiker nur als Ausweichmanöver – Shih selbst bleibe beim klassischen Notebook verhaftet und sehe nicht, dass die neuen Produkte genau das sind, was er wünscht: Innovativ, preiswert und mit hoher Kundenzufriedenheit gesegnet. Allerdings sagt Shih noch eine simple Wahrheit: Der PC sei einfach die Basis für alles was folge. Bei der Entwicklung von Neuheiten müssten also alle Hersteller diese PC-Grundlagen durchlaufen, um erst dann ihren Mehrwert anzufügen.

Auf diese Weise folgt Acer trotzdem den Trends: Die Industrie erwarte ein 7-Zoll-Tablet von Acer für rund 345 US-Dollars, berichtet die Digitimes.

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