Mobile Apps verändern den Enterprise-Markt

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Mobile Apps, soziale Netzwerke und Cloud Computing werden in Zukunft zu einem komplexen Ökosystem zusammenwachsen. Das glauben die Autoren einer Studie, die Entwickler zu den wichtigsten Trends bei den Mobile Apps befragt haben.

Wie wird sich der Markt für mobile Applikationen, so genannte Apps, weiterentwickeln? Welche Plattform hat die besten Chancen bei Anwendern und Entwicklern? Und welchen Einfluss haben die Apps auf den Enterprise-Markt? Diesen Fragen ist das Marktforschungsunternehmen IDC gemeinsam mit Appcelerator, einer Entwicklerplattform für mobile Applikationen, nachgegangen.

Consumer-Apps beschleunigen Adoption in Unternehmen

Überraschend ist die wichtigste Erkenntnis daraus: Sowohl Apples iCloud als auch das brandneue Google+ werden vermutlich einen entscheidenden Einfluss, sowohl auf das Wachstum des Mobil-Marktes als auch auf die Adoption von mobilen Applikationen in Unternehmen haben.

Insbesondere der Erfolg von Apple und Google auf dem Consumermarkt verleiht mobilen Anwendungen auch im Bereich der Unternehmen einen Schub. 25 Prozent der befragten Entwickler glauben, dass Google+ einen entscheidenden Einfluss auf das Wachstum des Mobil-Markts und die Adoption in Unternehmen haben wird. 22 Prozent denken, dass dies bei Apples iCloud der Fall sein wird.

Google spielt seine Stärken aus

Google+ bekommt bei den Entwicklern generell recht gute Noten. So glauben 68 Prozent das Google seine vorhandenen Stärken wie beispielsweise die Suchfunktion, YouTube oder Google Maps so einsetzen kann, dass Google+ bei sozialen Netzwerken mit Facebook gleichziehen kann. 49 Prozent glauben, dass Google wesentlich innovativer sei als Facebook.

Allerdings planen 83 Prozent der Entwickler von Appcelerator nach wie vor, Facebook für ihre Apps zu benutzen. 73 Prozent setzen auf Twitter, 72 Prozent auf Google+.

Auf die Frage, welche Features in den Apps, die sie entwickeln, am wichtigsten seien, antworten viele Entwickler, dass Features die zur wiederholten Nutzung motivieren und immer wieder neue Inhalte bieten, wichtiger seien als ortsbasierte Dienste oder das Teilen von Fotos.

Die Entwickler nutzen die sozialen Netzwerke zu 52 Prozent für Nachrichten, zu 49 Prozent für Status-Updates und nur zu 31 Prozent für das Teilen von Fotos.

Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Apple und Amazon

Die Entwickler glauben, dass sich zwischen Amazon und Apple auf dem Cloud-Computing-Markt ein Kopf-an-Kopf-Rennen herausbilden wird. Dabei sehen sie Amazon mit 51 Prozent ganz knapp vor Apples iCloud mit 50 Prozent. Weit abgeschlagen dahinter liegen Microsofts Windows Azure mit 20 und VMWare, ebenfalls mit 20 Prozent.

Und welches mobile Betriebssystem hat die besten Chancen im Enterprise-Bereich? Jeweils 44 Prozent der befragten Entwickler gaben Apples iOS beziehungsweise Googles Android die besten Chancen. Nur sieben Prozent glauben, dass Windows Phone eine große Chance im Business-Markt hat, vier Prozent stimmten für Blackberry und zwei Prozent für WebOS.

Googles Android hätte möglicherweise noch besser abgeschnitten, wenn nicht eine Reihe von Unternehmen Sicherheitsbedenken gehabt hätte.

Fast alle setzen auf iPhone

Keine Überraschung hingegen ist die Aussage, für welches Gerät die App-Entwickler am liebsten arbeiten. 91 Prozent setzen auf das iPhone, 88 Prozent auf das iPad. Android liegt aber immerhin bei 87 Prozent. Nur 30 Prozent würden für Windows Phone, nur 28 Prozent für Blackberry entwickeln.

Für Microsoft gibt es also noch eine Menge zu tun. Weder seine Cloud Computing-Plattform Windows Azure noch das Mobil-Betriebssystem Windows Phone 7 haben bislang so recht gezündet.

Symbian und MeeGo belegen mit sieben bzw. fünf Prozent Interesse der Entwickler die hinteren Ränge.

Nach Meinung der Autoren wird sich letztlich eine Art komplexes Ökosystemen aus webbasierten Apps, sozialen Netzwerken und Cloud Computing ausbilden. Insgesamt wurden für die Studie weltweit 2012 Entwickler von Appcelerator befragt.

Eine ausführliche Version des Berichts ist auf der Website von Appcelerator nachzulesen.