Prozessormarkt: AMD holt (etwas) auf

KomponentenWorkspace

Im zweiten Quartal 2011 konnte AMD ein wenig Boden auf Intel gut machen, das allerdings den Prozessormarkt weiterhin dominiert. Vor allem bei Notebooks und PCs konnte der Herausforderer zulegen, während es bei Workstations und Servern weniger gut lief.

Laut IDC legte der Prozessormarkt im zweiten Quartal 2011 leicht zu. Der Absatz stieg um 0,6 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahresquartal. Gegenüber dem ersten Quartal 2011 ging es zwar 2,9 Prozent abwärts, doch das führt man bei den Analysten auf die zusätzliche Kalenderwoche im ersten Quartal zurück, die dort für ein überdurchschnittliches Abschneiden sorgte. Rechne man diese heraus, gäbe es einen leichten Aufwärtstrend, sagte IDCs Shane Rau.

Sowohl Intel als auch AMD konnten mit ihren neuen Prozessoren, die Grafikprozessoren integrieren, Zugewinne verzeichnen. Sandy Bridge und Fusion kommen IDC zufolge bereits auf über 60 Prozent Marktanteil.

Insgesamt betrachtet, büßte Intel leicht an Marktanteil ein und kommt noch auf 79,3 Prozent – ein Minus von 1,5 Prozentpunkten. AMD gewann ebenso viel hinzu und erreichte 20,4 Prozent. VIA liegt mit 0,3 Prozent auf dem dritten Rang. Vor allem bei Prozessoren für Notebooks und PCs lief es gut für AMD.

Mobil-Prozessoren (Q2/2011)
Intel: 84,4% (-1,9%)
AMD: 15,2% (+1,8%)
VIA: 0,4%

Server-Prozessoren (Q2/2011)
Intel: 94,5% (+0,6%)
AMD: 5,5% (-0,6%)

Desktop-Prozessoren (Q2/2011)
Intel: 70,9% (-1,5%)
AMD: 28,9% (+1,5%)

Wegen der schwachen Nachfrage auf dem PC-Markt, speziell von Seiten der Verbraucher, hat IDC seine Wachstumsprognose für das Gesamtjahr von 10,3 auf 9,3 Prozent abgesenkt.