McAfee-Report: Hacker drangen in Server fast aller Regierungen ein

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Die Sicherheitsfima McAfee hat sich Zugang zu einem der Hacker-Rechner für die Kontrolle großer langfristiger Attacken verschafft und fand Angriffs-Szenarien der Cyberkriminellen für mehrere Jahre. Betroffen sind nahezu alle Regierungen und Industrien.

Über die Jahre hinaus sollen in der offengelegten Operation »Shady Rat« insgesamt 72 Server von Regierungen, Firmen und Organisationen gehackt und missbraucht worden sein, heißt es in einem neuen Report von Mcafee.

Man sei durch eine riesige Menge von Logfiles eines gekaperten Hackersystems (nur eines von offenbar vielen) gegangen und habe entdeckt, wie sich die Angreifer über das gefundene Fressen langsam und sorgfältig organisiert hermachen wollten. Die Angriffe auf RSA, Lockheed-Martin, Sony und andere seien also keine zufäligen Erfolge einzelner Hacker gewesen, sondern genau geplant worden.

McAfee-Mitarbeiter Dmitri Alperovich ist nach Hacks der Serie Operation Aurora (Angriffe über eine Schwachstelle in Internet Explorer  wie etwa der Google-Hack ) und Operation Night Dragon (einem systematisierten Angriff auf westliche Öl- und Gas-Riesen) ziemlich sicher, dass früher oder später jeder größerer Unternehmensserver gehackt wird.

Der Spiegel online erhob dies zur größten Angriffswelle, die in den letzten Jahren stattgefunden hatte. Er zitiert McAfee weiter, welche Ziele von den Hackern schon erreicht wurden (siehe Grafik).

Darunter seien auch die Büros der Nachrichtenagentur Associated Press in Hongkong und New York, hatte schließlich die Washington Post geschrieben.

Wie so oft nennt der Sicherheitsanbieter wieder einmal China als den möglichen Verursacher. Die Angst der US-Amerikaner vor der großen Macht der Chinesen scheint auch in den Gehirnen der Sicherheits-Unternehmen angekommen zu sein – diese sehen Logfiles von Cyberkriminellen offenbar besonders intensiv nach passenden Hinweisen durch.

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