Rechtsstreit mit Microsoft: Gericht spricht Alcatel nur 70 Millionen zu

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Mit Zinsen hatte der franko-amerikanische Netzwerkausrüster mit einer Entschädigung von einer halben Milliarde gerechnet. Doch der Patentstreit endete überraschend mager.

Ein Microsoft Kalender-Tool in Outlook, Money und Windows Mobile soll die Patentrechte von Alcatel-Lucent verletzt haben. Das stellte das zuständige US-Gericht auch gar nicht in Abrede, doch sah die Jury in der abschließenden Berurteilung den Schaden für nicht so gewaltig an wie ursprünglich gedacht. Statt der zuvor diskutierten 358 Millionen Dollar (plus Zinsen) setzte sie nun lediglich 70 Millionen Dollar fest. Dennoch zeigt sich Luke Dauchot, Anwalt von Alcatel-Lucent, zufrieden mit dem Schuldspruch.

Microsofts Rechtsberater David Howard ist die Schadenssumme dagegen immer noch zu hoch.  »Die Strafe sollte im Verhältnis zur Verfehlung stehen. Es ist eine winzige Funktion in einem funktionsreichen Produkt. Wir analysieren das Urteil und werden uns die weiteren Schritte überlegen«, wetterte Howard.

(Quelle kleines Bild oben: arahan – Fotolia.com)