Foxconn will Fabrikarbeiter durch 1 Million Roboter ersetzen

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Bei dem Auftragshersteller, der unter anderem für Apple, Nokia und Sony arbeitet, hatte es eine auffällige Serie von Selbstmorden gegeben. Nach Druck der westlichen Auftraggeber wird das Management nicht die Arbeitsplätze oder -bedingungen verbessern, sondern die Arbeiter ersetzen.

Foxconn hatte nach der Freitodserie (wir berichteten) Besserung gelobt – mit neuen Produktionsstätten und dem Ersatz einiger besonders kritischer Fertigungsstraßen. Doch das wird die Arbeiter komplett von ihren Aufgaben entlasten, denn die chinesische Lösung lautet: Roboter. So kündigte Foxconn-Gründer Terry Gou zum Wochenende auf einer Firmenfeier an, dass man entschieden habe, die Zahl der heutigen Roboter von 10.000 auf 300.000 im kommenden Jahr und 1 Million Stück in drei Jahren zu erhöhen. Vor allem die simplen Wiederholungs-Handgriffe und repetitiven Aufgaben sollen nicht mehr von Menschen ausgeführt werden. Das betreffe den Zusammenbau, das Schweißen und die Lackierung, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua News.

Als Ergebnis dieser Entscheidungen werde es Stellenabbau und Kosteneinsparungen geben, letztlich aber auch die problematischsten Arbeitsplätze abgeschafft, argumentiert die Firmenleitung. Man habe mittlerweile auch das Grundgehalt der Belegschaft erhöht. Überstunden seien aber noch an der Tagesordnung, ergänzt der Agenturbericht. Jedenfalls hat die Serie der Selbstmorde noch kein Ende gefunden. Der Arbeitgeber zahlt den Angehörigen nach einem Freitod kein Geld mehr aus, um so zu verhindern, dass ein solcher Schritt als Weg zur Absicherung der Familie missbraucht werden könne.