Deutsche Telekom setzt Axt bei Führungskräften an

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In der Zentrale des ehemaligen Staatsunternehmens sollen bis zu 400 Köpfe fallen: Europas größte Telekommunikationsfirma will profitabler werden und dafür rund 400 Millionen für Abfindungen ausgeben.

Der Aktienkurs der Deutschen Telekom verbesserte sich nach kurzem Sturz wieder verhalten, als das Unternehmen seine neueste Kostensenkungs-Aktion bekanntgab und die Nachricht dazu im Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg veröffentlicht wurde – dieser war, wie so oft, schneller da mit der Information im Web als die Telekom selbst.

Nach einem radikalen Kostenkürzungsschritt von 5,9 Milliarden Euro von 2007 bis 2009 sollen bis 2012 noch einmal 6,1 Milliarden wegfallen. Auch der niederländische Mitbewerber KPN plane, in seinem Heimatland bis zu 5000 Arbeitsstellen zu kürzen, berichtet Bloomberg.

Mit der neuen Aktion der Deutschen Telekom fallen rund 2 Prozent der nationalen Jobs weg, und obwohl nicht bekanntgegeben wurde, wieviel Geld die Kürzungen kosten, seien rund 400 Millionen zu erwarten, schätzt das Handelsblatt, das noch viel mehr Kürzungen im mittleren Management erwartet: Rund 1600 Jobs sollen im kommenden Jahr verschwinden. Rund acht Prozent aller Posten in der Konzernverwaltung sollen wegfallen und einen »unglaublichen Wasserkopf« beseitigen.

Die Summen, die das Management mittelfristig einsparen wolle, rechnet das Handelsblatt noch höher ein als Bloomberg. Mit der Aktion »Save for Service« seien 2007 bis 2010 schon 8,3 Milliarden gespart worden, und so gehe es auch weiter.

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