Dell erhöht zugelassene Betriebstemperatur für Server

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IT-Hersteller Dell hat für einige Server die Spezifikationen für die höchste Betriebstemperatur auf bis zu 45 Grad erweitert. Rechenzentren könnten damit im Idealfall sogar mit der Umgebungsluft kühlen.

Der IT-Hersteller Dell will seinen Kunden helfen, die Kosten für die Kühlung der Rechenzentren mit Dell-Hardware zu senken. Dabei setzt Dell nicht nur auf die Reduzierung des Energieverbrauchs seiner Hardware, sondern auf eine scheinbar ganz simple Maßnahme. Wie die britischen Kollegen von eWEEK europe berichten, hat Dell einfach die Angaben für die spezifizierte Betriebstemperatur auf maximal 45 Grad Celsius erhöht.

Nur wenige Stunden pro Jahr

Das funktioniert natürlich nur für ein paar Stunden pro Tag. In der Regel sind Serversysteme für Betriebstemperaturen von bis zu 35 Grad spezifiziert. Dell will bei einer Reihe seiner Systeme für maximal 900 Stunden pro Jahr eine Betriebstemperatur von bis zu 40 Grad Celsius erlauben. Für 90 Stunden pro Jahr sind sogar bis zu 45 Grad Celsius erlaubt.

Vorteil für die Rechenzentrums-Betreiber: Sie können die Leistung ihrer Klimaanlagen deutlich herunterfahren oder sogar die Umgebungsluft für die Kühlung nutzen.

Betroffen von der Erhöhung der Betriebstemperatur sind eine Reihe von Poweredge-Servern (R610, R710 und T610) sowie einige weitere Netzwerkkomponenten.

Damit bestätigt Dell einen Trend, den auch große Rechenzentrumsbetreiber wie Google und Yahoo beim Bau neuer Rechenzentren und Serverfarmen verfolgen. Diese nutzen zunehmend die Luft in der Umgebung des Gebäudes für die Kühlung nutzen.