Avast: 75 Prozent der Rootkits auf XP-Rechnern zu finden

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Cyber-Kriminelle stürzen sich mittlerweile gerne auf alte Windows-XP-Systeme, will das Virus-Lab aus Tschechien beobachtet haben. Dabei haben sie vor allem Rootkits im Gepäck, um die alten PCs zu übernehmen.

Dreiviertel aller in der Welt verbreiteten Rootkits seien heute auf XP-Rechnern zu finden, hat eine 6-Monats-Studie des Avast Virus Labs herausgefunden. Dabei wurden über 630.000 Maschinen untersucht. Dabei wurde offenbar, dass viele PC-Systeme mit Windows XP nicht besonders gut gesichert, ohne aktuelle Patches und damit leicht zu knacken seien. Damit wurden sie zu leichter Beute für die Datendiebe. Zum Vergleich: Auf Vista-Rechnern sind nur 17 Prozent der Rootkits zu finden, auf Maschinen mit Windows 7 liegt die Quote bei 12 Prozent.

Zum Teil lässt sich dieses Ungleichgewicht in der Verteilung noch mit dem großen Marktanteil von Windows XP erklären. Außerdem hat Microsoft inzwischen die Sicherheitsmaßnahmen im Betriebssystem verbessert. Doch es gibt laut Avast Chef-Analytiker Przemyslaw Gmerek noch andere Faktoren: »Es gibt von XP ja auch eine große Zahl von Schwarzkopien. Bei denen waren korrekte Updates über MS-Server schwierig bis unmöglich.«

Seiner Auffassung nach bevorzugen Cyberkriminelle Rootkits, da sie sich tief im System verstecken (meist im Master Boot Record) und ideal geeignet seien, privaten Daten abzugreifen. Wie viel Schaden konkret bei den verseuchten XP-Rechnern entsteht, könne niemand genau abschätzen.