Samsung sagt 300 Prozent Wachstum bei Smartphones voraus

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Die Südkoreaner prognostizieren bis zum Jahresende einen weltweiten Smartphone-Absatz von sagenhaften 420 Millionen Einheiten.

Samsung hat sich nicht etwa eine Marktforschungseinheit zugelegt, sondern stützt seine Vorhersagen auf eine Studie von IMS Research. Demnach gibt es noch genügend Luft und Platz für weiteres Wachstum, denn bis Jahresende liege der Marktanteil der Smartphones am gesamten Mobilfunkmarkt bei lediglich 28 Prozent. In vielen Ländern und Verbrauchergruppen werde eben noch gerne mit normalen Handys telefoniert.

In diesem Jahr werde der Markt noch von Nokia und Apple dominiert, die Ende 2011 gemeinsam wohl noch über 40 Prozent Marktanteil auf sich verbuchen können. Samsung hingt mit 13 Prozent noch etwas hinterher, erwartet aber, bis nächstes Jahr kräftig aufholen zu können. Motorola stagniert bei etwa 4 Prozent, während RIM von 20 auf zirka 15 Prozent abrutschen dürfte.

IMS-Analyst Josh Builta zeigt sich erstaunt darüber, wie sehr manche Hersteller mit einer armseligen Positionierung auffallen und so wenig aus dem lukrativen Smartphone-Markttrend machen können. Als namentliches Beispiel führt Builta LG an, die es bis heute nicht geschafft hätten, eine klare Smartphone-Modellreihe aufzulegen. Das Ergebnis: 4 Prozent Marktanteil. Nokia kämpft mit den bekannten hausgemachten Problemen und legte den Rückwärtsgang ein: Von 40 ging es auf 24 Prozent runter.

Bei HTC wundert sich Builta andererseits über die nur magere Ausbeute, wo sich der Hersteller doch ausschließlich den Smartphones verschrieben habe. Es gehe zwar von 6 auf 10 Prozent Marktanteil aufwärts, doch irgendwie zündeten die Modell- und Marketingideen nicht so wie vorgesehen. In der Summe jedenfalls rechnet IMS trotzdem ein gewaltiges Gesamtwachstum hoch. So erwartet man für 2016 den globalen Verkauf von einer Milliarde Smartphones, was dann etwa die Hälfte aller Mobiltelefone ausmachen soll.