MySQL 5.6: Oracle bittet Community um Feedback

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Oracle hat die jüngste Version seiner Open-Source-Datenbank mit besserer Skalierbarkeit und Performance-Vorteilen ausgestattet. Nun bittet man die Gemeinde, die Veränderungen in MySQL 5.6 doch bitte zu testen.

Im April kündigte Oracle an, das nächste Update seiner Datenbank mit spürbar verbessertem Abfragetempo zu beglücken, die Partitionierung zu erweitern, Volltextsuche einzubauen, das Backupverfahren zu optimieren und weitere Managing- und Monitoring-Tools zu spendieren. Ob diese Versprechen alle gehalten wurden und vor allem wie, dass könne die Open-Source-Community nun überprüfen. Oracle empfiehlt, dies nur auf Test-Servern zu tun.

Das Update vergrößere die InnoDB-Logfiles von 4 GByte auf 2 TByte, beschleunige die Replikation, bringe eine neue API mit für die Integration von MySQL in neue Apps und Online-Stores. »Vor allem die Chance zur Volltextsuche und zur Indexierung größerer Bestände dürften der Verbreitung von MySQL guttun«, glaubt Branchenanalystin Helena Schwenk von MWD. »IT-Administratoren kämpfen am meisten mit der Integration von Systemen und Plattformen. In diesem Feld zeigt das Update signifikante Fortschritte«, lobt Tony Locke von Freeform Dynamics.

Oracle kündigte an, Version 5.6 sei erst am Ende der Testphase und nach dem Einarbeiten sinnvoller Änderungen bereit für die Veröffentlichung. Es ist erst das zweite Update, seit Oracle die Datenbank durch die Übernahme von Sun Microsystems Anfang 2010 besitzt.