Media Markt & Saturn: Niedrigere Preise und Stellenabbau nach Verlustquartal

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Die Media-Saturn-Holding vermeldet für das zurückliegende Quartal einen Verlust. Preissenkungen und Stellenabbau sollen nun wieder für schwarze Zahlen sorgen. Zudem soll das Online-Geschäft massiv ausgebaut werden.

Ein kräftiger Umsatzrückgang und hohe Investitionen haben bei Media-Saturn für rote Zahlen gesorgt, der Verlust im zweiten Quartal 2011 lag bei 44 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr peilt man dennoch einen operativen Gewinn von 575 Millionen Euro an, wozu neben einem Ausbau des Online-Geschäfts auch Stellenstreichungen und ein Ankurbeln der Verkäufe durch niedrigere Preise beitragen sollen.

Media Markt und Saturn sollen mit echten Schnäppchen wieder Kunden anlocken und das Image bedienen, dass man mit Slogans wie »Geiz ist geil« aufzubauen versucht hat. Man wolle sich auf die »Preis- und Kostenführerschaft« konzentrieren, erklärte Media-Saturn-Chef Horst Norberg, denn die sei die Wurzel des Erfolges gewesen.

Zudem werden etwa 3000 Arbeitsplätze gestrichen, wobei es hier vor allem frei werdende Stellen in der Verwaltung nicht neu besetzt werden sollen. Im Verkauf soll es keinen Stellenabbau geben.

Auch das lange vernachlässigte Online-Geschäft will Media-Saturn endlich ausbauen. Es soll bis 2015 etwa 5 Milliarden Euro zum Konzernumsatz beitragen. Einen Teil soll der kürzlich übernommene Online-Händler Redcoon beisteuern, den Rest die Online-Shops von Media Markt und Saturn. Der Saturn-Shop soll noch im Oktober an den Start gehen, der von Media Markt dann im nächsten Jahr.

Ziel ist eine enge Verknüpfung von Ladengeschäften und Online-Shops. So soll es möglich sein, online zu bestellen und die Ware dann im Markt vor Ort abzuholen oder sich im Markt beraten zu lassen, um dann im Internet zu ordern.