Amazon macht mehr Umsatz, aber weniger Gewinn

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Amazon hat im zweiten Quartal seinen Umsatz um stattliche 51 Prozent steigern können, wegen ebenfalls steigender Ausgaben verdiente man jedoch acht Prozent weniger.

Amazon-Chef Jeff Bezos freute sich bei der Vorstellung der Quartalszahlen über das »schnellste Wachstum seit über einem Jahrzehnt« und hob vor allem den werbefinanzierten Kindle hervor, der sich besser verkaufte als bisherigen Kindle-Modelle. Die vielen Preisaktionen und die großen Investitionen, die der Online-Händler für den Ausbau seines Logistiknetzes, den Vertrieb digitaler Inhalte und das neue Cloud-Geschäft tätigt, drücken allerdings den Gewinn. Nur noch 191 Millionen Dollar verdiente Amazon im zweiten Quartal 2011 und damit acht Prozent weniger als im Vorjahresquartal.

Amazons Strategie ist klar auf Wachstum ausgerichtet, dafür opfert man zumindest derzeit die Profitabilität. Dass der Kampf um Marktanteile erfolgreich ist, zeigt jedoch ein Blick auf den Umsatz, der um 51 Prozent auf 9,91 Milliarden Dollar kletterte. Im nächsten Quartal peilt man einen Umsatz zwischen 10,3 und 11,1 Milliarden Dollar an.

Die Investoren scheint diese Wachstumsstrategie zu überzeugen. Einer Reuters-Meldung zufolge stieg der Aktienkurs nach Verkünden der Quartalszahlen um über sechs Prozent.