Carl Icahn drängt Motorola zum Patentverkauf

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Der erfolgreiche Verkauf der Nortel-Patente weckt Begehrlichkeiten: Großinvestor Carl Icahn drängt Motorola, das eigene Patentportfolio zu versilbern. Allein die Aussicht darauf lies den Börsenkurs kräftig nach oben schnellen.

Stattliche 4,5 Milliarden Dollar brachten die Patente des insolventen Telekommunikationsriesen Nortel, die Anfang Juli an ein Konsortium um Microsoft und Apple verkauft wurden. Solche Einnahmen würden auch Motorola Mobility gut zu Gesicht stehen, meint Carl Icahn, der mit einem Aktienanteil von 11,36 Prozent der größte Investor der ausgegliederten Motorola-Handysparte ist. Die hält laut einer Reuters-Meldung etwa 17 000 Patente und hat rund 7500 weitere beantragt, die aber noch nicht zugesprochen wurden.

Wie aus einer Eingabe bei der Börsenaufsicht SEC hervorgeht, drängt Icahn darauf, das Patent-Portfolio einzusetzen, um den Shareholder Value zu erhöhen. An der Börse vernahm man das mit Freude: der Aktienkurs von Motorola kletterte zwischenzeitlich um bis zu 23 Prozent und schloss mit immerhin mit einem Plus von 12,4 Prozent.