Dell denkt über Server mit ARM-Prozessoren nach

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In einem Interview gibt Forrest Norrod, der General Manager für die Server-Sparte der Texaner, zu Protokoll, dass man im Augenblick ernsthaft in Erwägung ziehe, die ARM-Architektur einzusetzen.

Für bestimmte Arbeitsaufkommen sei die ARM-Architektur ideal geeignet, betont Norrod. Man wolle daher nicht unbedingt nur kleine Stand-Alone-Server damit ausrüsten, sondern denke über größere Lösungen für den Data-Center-Markt nach. »Es gibt eine Reihe von Geschäftskunden, die fasziniert sind von den ARM-Microservern. Damit beschäftigen wir uns zwar auch (C-Series Microserver), aber wir sehen den erfolgreichen Einsatz der Prozessoren im Rechenzentrum«, führt Norrod aus.

Was ihm aber noch fehle, seien eine vernünftige Linux-Enterprise-Distri und eine gute Java-Enterprise-Version, die auf den ARM-Einsatz optimiert wären. Das wäre natürlich kein absoluter Hinderungsgrund, aber hier müsse die ARM-Fraktion noch etwa Überzeugungsarbeit leisten. Und zwar schnell, denn Intel und AMD dürften bald die Lücke zu den Engländern in Sachen Energie-Effizienz und Platzersparnis schließen.

Wann es den Microserver der C-Serie mit ARM-Prozessoren geben wird, mochte der Manager nicht verraten. Nur soviel: Man habe schon herausgefunden, dass man in das Chassis der Server vier bis achtmal so viele ARM-Chips unterbringen könne wie die augenblicklichen Intel-Prozessoren. Dell sei bereit, auf Wunsch größerer Kunden entsprechende Systeme aufzulegen, deutete Norrod abschliepend an.