GE entwickelt optischen Speicher mit 500 GByte pro Scheibe

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optische Speichermedien

Der Technologiekonzern General Electric hat sich fast heimlich jahrelang mit holographischen Speicherverfahren beschäftigt. Jetzt meldet der Konzern, eine entsprechende Micro-Silberscheibe fertig entwickelt zu haben.

Es ist nicht der erste Versuch in Sachen holographischer Speicher, doch im Gegensatz zu InPhase ist General Electric ein veritabler Konzern, der genügend Kraft entwickeln dürfte, um die Technologie auch in den Markt zu drücken. Um zum Beispiel die Blu-ray-Disk mit ihren 50 GByte Kapazität (Dual-Layer) wieder aus dem Geschäft zu drücken.
Kein Problem, fasst die Holographic-Disc doch schon jetzt 500 GByte Daten.

Die Silberscheibe wird aus Polykarbonat gemacht und besitzt eingebettet im Substrat x-Millionen von Mini-Hologrammen. Fällt eine Lichtquelle – es wird momentan der blaue Laser aus den Blu-ray-Laufwerken genutzt – mit der richtigen Intensität auf die Oberfläche der Scheibe, brennt der Strahl die nötige Menge an Hologrammen weg, um die digitalen Daten zu hinterlegen.

GE strebt bewusst die Abwärtskompatibilität zum Blu-ray-Standard an, damit die Verbraucher nicht schon wieder komplett neue Laufwerke kaufen müssen. Dem Argument, dass man in Zeiten der Cloud-Speicher eigentlich selber keine Massenspeicher mehr bräuchte, begegnen die Ingenieure mit dem Hinweis, dass es kaum Backup-Medien in sinnvoller Größe gebe. Außerdem seien die Holo-Scheiben dafür gemacht, lange Zeit in einem Archiv abgelegt zu werden. Oberfläche und Daten sollen etwa 100 Jahre intakt bleiben. Wann GE das Medium marktreif haben wird, darüber gab es noch keine Auskunft. Immerhin sind aber seit dem Prototypen schon zwei Jahre ins Land gegangen. Es könnte also bald soweit sein.