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LG P420 im Test

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Mit seinem weißen Gehäuse könnte man das P420 fast für ein Apple-Produkt halten, doch das LG-Logo verrät den Hersteller. Ob das Gerät, bei dem LG ein 14-Zoll-Display in einen 13,3-Zoll-Rahmen gepackt hat, zu überzeugen vermag, zeigt der Test.

Dass Business-Notebooks nicht immer schwarz oder silbern sein müssen, beweist LG mit dem P420. Die Kombination aus weißer Oberseite und schwarzer Unterseite wirkt angenehm frisch und hebt das Gerät optisch von den Mitbewerbern ab.

Das Gehäuse ist aus leichtem Kunststoff gefertigt und recht stabil. Das Besondere ist, dass das Gehäuse 13,3 Zoll breit ist, aber ein Display mit 14 Zoll aufnimmt. Dadurch ist der Displayrahmen sehr schmal – die Stabilität leidet nicht. Ein Biegetest übersteht der nur sieben Millimeter dicke Displaydeckel schadlos.

Für ein Notebook mit 14-Zoll-Display ist das P420 damit zwar recht handlich, für diese Geräteklasse aber etwas zu schwer. Nahezu zwei Kilogramm bringt es auf die Waage.

Ergonomie

Das Display des LG P420 stellt 1366 x 768 Bildpunkte dar. Die hochglänzende Oberfläche zeigt leider viele Reflexionen sowohl im Büro als auch im Freien. Externe Monitore lassen sich via VGA und DisplayPort anschließen, die verbaute Nvidia-Grafikkarte mit Optimus-Technik liefert maximal 2048 x 1536 Pixel. Der Bildschirminhalt lässt sich entweder duplizieren oder auf alle angeschlossenen Displays erweitern.

LG P420

Die Tastatur des Notebooks besitzt 87 Tasten und ist in schwarz gehalten, wodurch sie sich deutlich vom weißen Notebook abhebt. Zwischen den einzelnen Tasten ist viel Platz und es lässt sich gut schreiben. Weil das Notebook recht kompakt ist, fehlt ein separater Ziffernblock, so dass viele Tasten mehrfach belegt sind. Clever gelöst hat LG die Farbwahl der FN-Beschriftung: Statt die zusätzlichen Funktionen nur in grau anzudeuten, ist die Beschriftung mit einer sehr gut erkennbarer Neon-Farbe aufgedruckt.

Das Touchpad des P420 fällt mit Abmessungen von 80 x 36 Millimetern relativ klein aus. Farblich setzt sich das weiße Touchpad nicht von der Handballenauflage ab. Für eine bessere Orientierung des Anwenders hat LG das Touchpad in einen kleinen erhabenen Rahmen eingefasst. Diesen kann man jedoch nur schwach ertasten. Über eine Tastenkombination lässt sich das Touchpad deaktivieren.

Im normalen Betrieb mit Surfen und Büroapplikationen ist das Notebook so gut wie nicht hörbar, erst im Stresstest wird das Belüftungssystem stärker gefordert. Der Lüfter dreht deutlich auf – bis 40 dB(A) -, was im Büro nur wenig zu hören ist, im stillen Wohnzimmer dagegen stört. Das unangenehme Geräusch verliert sich jedoch schnell im Raum und ist in zwei Metern Entfernung schon nicht mehr hörbar. Die Abwärme wird gut aus dem Notebook transportiert. Die an der Seite und auf der Rückseite ausströmende Luft hatte in einem Abstand von zehn Zentimetern eine Temperatur von gut 50 Grad Celsius.

Hardware

Im LG P420 arbeitet ein Dualcore-Prozessor vom Typ Core i5-2410M, der mit 2,3 GHz taktet und den Takt einzelner Kerne per Turboboost auf 2,9 GHz anheben kann. Für die Grafikausgabe ist nicht nur die integrierte HD-Grafik des Prozessors an Bord, sondern auch eine Grafikkarte aus dem Hause Nvidia. Die Geforce GT 520M kann auf 512 MByte eigenen Videospeicher zurückgreifen und ist deutlich schneller als die Prozessorgrafik.

Der Anwender kann selbst entscheiden, mit welcher Grafikoption die einzelnen Programme laufen. Im Büro setzt man natürlich auf die schnellere dedizierte Grafik von Nvidia, unterwegs sollte man jedoch auf die Intel-Grafik zurückgreifen, da hierdurch die Akkulaufzeit deutlich verlängert wird.

In unserem Testgerät stecken 4 GByte DDR3-Speicher. Durch ein weiteres S0-DIMM-Modul lässt sich der RAM auf 8 GByte erweitern. Darüber hinaus ist eine 2,5-Zoll-Festplatte von Toshiba verbaut, die 500 GByte fasst und mit 5400 Umdrehungen arbeitet. Als optisches Laufwerk gibt es einen Multiformat-DVD-Brenner, der sämtliche Medien vom CD-Rohling über DVDRAM bis hin zur DVD-DL-Scheibe beschreibt.

Das Notebook bietet zahlreiche Schnittstellen: rechts neben dem DVD-Laufwerk befinden sich zwei USB-2.0-Buchsen, links hat LG zwei weitere sowie Audioausgang, Mikrofoneingang, Netzwerkport (Gigabit-LAN) und die beiden Videoausgänge (VGA und Displayport) untergebracht. Der Kartenleser für SD-Speicherkarten befindet sich links außen auf der Vorderseite. Auf Anschlüsse auf der Rückseite hat LG verzichtet, einen Dockingstation-Anschluss, der normalerweise unter dem Notebook zu finden ist, sucht man beim P420 vergebens.

LG P420

In Sachen Connectivity bietet das Notebook neben dem erwähnten Anschluss für Gigabit-LAN auch WLAN nach 802.11 b/g/n sowie Bluetooth 3.0 + HS. Ein 3G-Modul ist leider nicht vorhanden.

Benchmarks und Akkulaufzeit

CPU- und Grafikbenchmarks meistert das LG P420 mit Bravour, allerdings wurde die Festplatte von uns als Systembremse ausgemacht. Das Toshiba-Modell MK5059GSXP lief in den Tests sehr »unruhig« – das Leseverhalten war ungleichmäßig, so dass der vom Messtool angezeigte Graph eher an Intensivstation erinnerte als an das durchgängige Leseverhalten vergleichbarer Festplatten. Die durchschnittliche Transferrate von 61,6 MByte/s liegt auf einem sehr geringen Niveau. Das zeigt auch der Leistungsindex von Windows 7: Mit einem Wert von 5,8 liegt die Festplatte weit hinter Arbeitsspeicher (7,2), Prozessor (6,8) und Nvidia-Grafik (6,4) zurück.

LG P420

Der 6-Zellen-Lithium-Ionen-Akku des P420 hat eine Ladekapazität von 4400 mAh und reicht im Web & Office-Test (WLAN on, Energiesparplan auf Ausbalanciert) für 267 Minuten. Im Stresstest, das heißt unter Volllast, war der Akku schon nach 49 Minuten leer gesaugt. Etwas länger hielt er bei der Videowiedergabe durch: Hier konnten wir, bei deaktivierten WLAN- und Bluetooth-Verbindungen, 63 Minuten erzielen – zu wenig für einen Film. Die Energieoptionen standen dabei auf Höchstleistung, das Display bei höchster Helligkeit.

Fazit

Das LG P420 gefällt mit schicker weißer Optik, die an Apple-Geräte erinnert. Zudem sind Verarbeitung und Haptik gut und die inneren Werte überzeugen, wie die guten Ergebnisse in den Benchmarks belegen. Der Akku hätte gern länger durchhalten dürfen und auch das spiegelnde Display ist Geschmackssache. Dafür ist das Display für die Notebook-Größe sehr groß, denn LG hat ein 14-Zoll-Display in ein 13,3-Zoll-Gehäuse gesteckt, wodurch der Rahmen sehr schmal ist.
ITespresso.de-Logo Gut
P420-N.AE21G
Hersteller: LG
Internet: www.lge.com
Preis: 799 Euro

Note: gut
Leistung (20%): gut
Ausstattung (20%): befriedigend
Akku-Laufzeit (20%): gut
Bedienung (20%): gut
Ergonomie (15%): gut
Service (5%): befriedigend

Technische Daten
Prozessor: Intel Intel Core i5-2410M Prozessor, 2300 MHz (bis 2900MHz), 3 MByte L3-Cache, Turbo Boost Technology, Dual Core
Chipsatz: Intel HM65
Grafik: Nvidia Geforce GT 520M, 512 MByte Videomemory, Intel HD Graphics 3000
Arbeitsspeicher: 1 x 4 GByte (A-DATA Technology DDR3-1333, 667 MHz), max. 8192 MByte, 2 S0-Dimm-Slot
Festplatte: 2,5-Zoll, Toshiba MK5059GSXP (500 GByte, 5.400 U/min, SATA-II)
Optisches Laufwerk: DL-DVD-Brenner (Hitachi LG Storage HL-DT-ST GU40N)
Speicherkartenleser: SD, SDHC, SDXC, MMC, MS, MS Pro

Display: 35,56 cm (14,0″) LED-Backlight, HD-Ready, Glare
Display-Auflösung: 1366 x 768 Pixel, Seitenverhältnis 16:9
Video-Ausgang: VGA, DisplayPort, maximale Auflösung: 2.048 x 1.536
Webcam: 1,3 Megapixel

Netzwerk: WLAN (802.11 b/g/n), Gigabit Ethernet (10/100/1000 Mbit/s), Bluetooth 3.0
Fingerprint-Sensor: nein
Schnittstellen: 3 x USB 2.0, 1 x VGA, 1 x HDMI, 2 x Audio, 1 x RJ45
Touchpad: Multi-Touch mit Scroll- und Gestensteuerung, abschaltbar
Tastatur: 87 Tasten
Audio: Intel Cougar Point PCH (Realtek ALC269), 2 x Lautsprecher

Betriebssystem: Microsoft Windows 7 Home Premium 64-bit
Software: Microsoft Office 2010 (Starter Version), Norton Antivirus 2011 (90 Tage Testversion), LG Smart Software, LG Media Funtastia, Cyberlink DVD-Suite

Abmessungen: 333 x 25,9-31,5 x 221 mm
Gewicht: 1999 g
Akku: 6 Zellen Lithium-Ionen, 4400 mAh

Messergebnisse
PC Mark 05: 7136 Score
(CPU: 8211, Speicher: 7927, Grafik: 4713, HDD: 5357)
PC Mark 07: 1745 Score
PC Mark Vantage: 6286 Score
3D Mark: V03: 12268, V05: 9299, V06: 5279, V11: 566

Cinebench 10 32-bit: 3689 (1 CPU Rendering), 6859 (x CPU Rendering), 5568 (OpenGL)
Cinebench 10 32-bit: 4592 (1 CPU Rendering), 8376 (x CPU Rendering), 5580 (OpenGL)
Cinebench 11.5: 32-Bit: 2.12 (CPU), 15.46 (OpenGL) 64-Bit: 2.31 (CPU), 15.45 (OpenGL)

HD Tune: 80 MByte/s (max), 129,5 MByte/s (Burst), Zugriffszeit: 17,3 Millisekunden

Akku-Laufzeit
267 Minuten (Web & Office, WLAN on)
63 Minuten (HD-Video Playback H.264, WLAN off)
49 Minuten (Last)
117 Minuten (Laden)