Breitband-Internet: Deutschland nur im hinteren Mittelfeld

BreitbandNetzwerke

Zwar hat mittlerweile fast jeder dritte deutsche Haushalt einen Internet-Anschluss mit mehr als 10 MBit/s, doch deutlich höhere Bandbreiten werden von den Bundesbürgern kaum genutzt. Der durchschnittliche deutsche Internet-Anschluss bietet 17 MBit/s, womit Deutschland im internationalen Vergleich nur im hinteren Mittelfeld landet.

In den Staaten der OECD liegt der Durchschnitt bei 37 MBit/s, wie der Bitkom vermeldet. Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf fordert denn auch bessere Rahmenbedingungen für den Ausbau des Breitbandnetzes, die aktuelle Novelle des Telekommunikationsgesetzes bleibe hier weit hinter den Möglichkeiten zurück. Nach Meinung des Branchenverbandes müssten beispielsweise auch Gas- und Stromversorger verpflichtet werden, Leerrohre für Internet-Kabel zur Verfügung stellen.

Allerdings mangelt es nicht nur an der Infrastruktur, sondern auch am Willen der Bevölkerung, sich Anschlüsse mit 50 MBit/s und mehr zuzulegen. Laut Bitkom sind diese für 40 Prozent der deutschen Haushalte verfügbar, doch genutzt werden sie von weniger als 1 Prozent. Am weitesten verbreitet sind Anschlüsse mit Geschwindigkeiten zwischen 2 und 10 MBit/s, die fast 45 Prozent aller Internet-Anschlüsse in Deutschland ausmachen. Etwa jeder achte Haushalt ist mit weniger als 2 MBit/s im Internet unterwegs.