Toshiba Thrive: Probleme mit Ruhemodus und Neustart

MobileMobile OSTablet

Nicht zum ersten Mal startet der Hersteller am Wochenende mit einem Produkt und nicht zum ersten Mal gibt es dabei Probleme mit der Regulierung der Energieversorgung: Wütende Thrive-Käufer füllten die Foren.

Der Hoffnungsträger Toshiba Thrive sollte die Konkurrenz elegant düpieren, doch statt dessen gibt es erstmal ein Eigentor für die Japaner: Das Power-Management des Tablets hat einen ernsten Knacks. So weigert sich das Gerät offenbar nicht selten, aus dem Ruhemodus wieder zum Leben erweckt zu werden. Das gehe dann nur noch per Resetknopf unter Verlust des Status Quo. Auch das umgekehrte Problem wurde von Erstkäufern gemeldet: Das Thrive entschied sich spontan dafür, herunterzufahren. Ohne Ankündigung oder Nachfrage. So etwas kommt gar nicht gut an beim Kunden, wie man unter anderem dem Toshiba-Support-Forum entnehmen kann.

Die Fehler sind jedenfalls hausgemacht, denn sie treten schon beim jungfräulichen System auf, das noch keine Software oder App des Benutzers trägt. Einige findige Zeitgenossen wollen das eigenwillige Verhalten des Geräts durch Abschalten des WiFi-Moduls oder Veränderungen der Energiespar-Einstellungen erreicht haben, aber auch das bringe keine dauerhafte Verschonung von den Boot-Problemen. Immerhin haben nicht alle Thrive-Besitzer dieses Problem. Die Vorgänge erinnern frappant an Toshibas erstes Android-Tablet Folio 100, bei dem diese und andere Aussetzer für eine hohe Umtauschquote gesorgt hatten.

Ironie an der Geschichte: Toshiba hatte sich lange vor dem Produktlaunch öffentlich in die Brust geworfen, man habe eine dem iPad überlegene Lösung. Inzwischen hat Apple den iPad 2 im Markt und schon annähernd zehn Millionen Exemplare ausgeliefert – mit nur wenigen technischen Makeln oder Aussetzern behaftet, während die Japaner spät dran sind und offenbar erst einmal eine Bauchlandung hinlegen.