Samsung strebt Importverbot für Siemens-Tochter an

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Die LED-Sparte des südkoreanischen Technologiekonzerns will aktiv dem deutschen LED-Produzenten Osram in die US-Parade fahren.

Samsung LED Co. teilte am gestrigen Sonntag mit, dass man eine offizielle Beschwerde bei der amerikanischen International Trade Commission (ITC) eingereicht habe. Darin verlangen die Koreaner von der US-Behörde, den Import von Produkten der Osram GmbH bitteschön zu verbieten. Die Siemens-Tochter (nebst Osram Opto Semiconductors und Osram Sylvania) habe angeblich acht wesentliche Patente ihrer LED-Technologie verletzt und Samsung-Know-how für TV- und Smartphone-Displays missbraucht.

Parallel dazu strengt Samsung im US-Bezirksgericht von Delaware und auch in Südkorea Zivilprozesse um saftigen Schadensersatz für die Patentverletzung an. Dabei sollte allerdings erwähnt werden, dass Osram ursprünglich den Stein ins Rollen brachte, denn Anfang Juni gab es umgekehrt ähnliche Anschuldigungen gegen Samsung LED, die Samsung Group und auch noch die LG Group wegen Patent-Verletzungen. Auch hier dreht sich alles um die lichtemittierende Diode.