Elektronische Signatur: Adobe übernimmt EchoSign

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Adobe will die Signatur-Technologie des Spezialisten in seine Dokument-Exchange-Plattform integrieren. Damit dürfte es künftig unterschreibbare PDF-Dokumente geben.

Adobe Systems kündigte heute offiziell die Übernahme von EchoSign und der gesamten Belegschaft an, ohne aber den Kaufpreis zu nennen. Der Spezialprovider bietet Lösungen für webbasierte elektronische Unterschriften an. Die können interaktiv angefordert oder serienmäßig automatisch eingefügt werden.

Die EchoSign-Technologie werde nun in die Adobe-Produkte und Dokument-Dienste wie SendNow, FormsCentral oder CreatePDF integriert. Das soll künftig bei den Kunden Zeit, Kosten und Aufwand minimieren, da sie dann PDFs als offizielle signierte Geschäftsdokumente einsetzen können.

Adobe Systems trennt sich als Folge der Übernahme nun von dem eSign-Dienstleister, der seit Mai vorigen Jahres an einer Cloud-Lösung herumdoktert, die sich noch immer im Beta-Stadium befindet. Kunden, die bereits Adobe eSign einsetzen sollten, werden möglichst bald auf EchoSign umgestellt, was ein reichhaltigeres und kompletteres Produkt sei und die Anforderungen des Geschäftsalltags eher erfülle, heißt es im Firmenblog.

Die EchoSign-Technologie sei bereits bei über drei Millionen Kunden im Einsatz. Das soll bald rasant steigen, denn man habe den Markt für wichtige Verträge und Dokumente im Blick. Allein der Kurierdienst FedEx mache mit Übernachtlieferung von Dokumenten, die Vertragspartner unterschreiben sollen, im Jahr 1,64 Milliarden Dollar Umsatz, führt das Adobe-Blog aus. Davon wolle man sich eine ordentliche Scheibe abschneiden.