Amazons Probleme mit dem Tablet

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Offenbar hatte Amazon bei der Entwicklung seines Tablets mit einigen Problemen zu kämpfen und musste die Hardware letztlich abspecken, um preislich unter dem iPad zu bleiben. Zudem war Android als Betriebssystem wohl nicht erste Wahl.

Dass Amazon ein Tablet auf den Markt bringt, darf mittlerweile als sicher gelten, wurde das doch schon von Amazon-Chef Jeff Bezos mehr oder weniger bestätigt. Fraglich bleibt damit noch, wann es soweit ist und welche Hardware in dem Gerät stecken wird. Speziell mit der Hardware hatte Amazon wohl einige Probleme, wie die New York Times berichtet. Schwierigkeiten machten unter anderem die Touchscreen-Technik, die man erst im vergangenen Jahr zugekauft hatte, und die Tatsache, dass man einen Preis unterhalb des iPad-Preises anpeilt. Dafür musste man abspecken und verzichtete unter anderem auf die Kamera, wie ein Insider der NY Times verriet. Auch sonst hat man sich offenbar auf das nötigste beschränkt und bei Speicherplatz und Schnittstellen gespart.

Interessant auch, dass Amazon die Entscheidung, auf Android zu setzen, nicht leicht fiel. Lange stand die Entwicklung eines eigenen Betriebssystems auf Basis der Kindle-Plattform im Raum. Immerhin hätte man da die eigenen Angebote leichter integrieren können und bräuchte keine Konkurrenz fürchten. Andererseits hielt man es für schwierig, Entwickler für eine weitere Plattform zu begeistern, um ein funktionierendes App-Ökosystem aufzubauen. Dass das nicht leicht ist, erfahren derzeit HP mit WebOS und RiM mit Blackberry. Darum entschied man sich schlussendlich für Android, wo es bereits eine große Entwickler-Community und ein großes App-Angebot gibt.

Davon abgesehen umwabern das Amazon-Tablet viele Spekulationen. So wird es womöglich von Foxcon gefertigt und soll gegen Sommerende auf den Markt kommen. An anderer Stelle wurde gar schon über einen Start im August gemunkelt. Als Prozessor wird ein Tegra 2 gehandelt, dem im nächsten Jahr ein Modell mit Tegra 3 folgen soll.