PC-Markt wächst dank Schwellenländern

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Im zweiten Quartal konnte der PC-Markt ein leichtes Wachstum verzeichnen, dass er aber vor allem den so genannten Emerging Markets zu verdanken hat. In den USA und Westeuropa gehen die Verkäufe weiter zurück: Firmen investieren derzeit lieber in Cloud Computing, Verbraucher dagegen in Tablets.

Sowohl die Marktforscher von Gartner als auch IDC vermelden für den PC-Markt im zweiten Quartal 2011 ein leichtes Wachstum, das jedoch hinter früheren Prognosen zurückbleibt. Gartner zufolge wurden weltweit 85,2 Millionen Rechner verkauft, ein Plus von 2,3 Prozent. Ähnlich sind die IDC-Zahlen mit einem Plus von 2,6 Prozent auf 84,4 Geräte.

Angetrieben wird das Wachstum von den Märkten in Lateinamerika, Asien und dem pazifischen Raum, wohingegen in den USA und in Europa der Absatz zurückgeht – um 5,6 beziehungsweise 4,8 Prozent laut Gartner. Das liegt einerseits an Tablets, für die viele Verbraucher mittlerweile auf den Kauf eines neuen Rechners verzichten und auf die auch die Händler verstärkt setzen. Andererseits gäbe es auch in Unternehmen mit Cloud Computing und Virtualisierung gerade andere Prioritäten als den Kauf neuer Rechner, wie IDC-Analyst Rajani Singh erklärt.

Marktführer bleibt HP mit komfortablem Vorsprung vor Dell und Lenovo, die beide Acer überholen konnten. Lenovo durfte sich als einziger der großen Hersteller über zweistellige Zuwachsraten freuen: fast 23 Prozent waren es. Den größten Einbruch verzeichnet dagegen Acer, wobei es hier größere Abweichungen zwischen Gartner und IDC gibt: Laut Gartner lag das Minus bei über 20 Prozent, IDC vermeldet »nur« minus 10 Prozent. Lasse man Acer außen vor, stünde für die EMEA-Region unter dem Strich sogar ein Wachstum von drei Prozent, konstatiert Gartners Ranjit Atwal.