Microsoft drängt Geschäftsleute zum Abschalten von Windows XP

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Der Softwarekonzern ist unzufrieden mit der Umsteigequote auf Windows 7. Vor allem Firmen mit zahlreichen alten XP-Systemen sollen nun überzeugt werden, endlich umzusteigen.

Microsoft drängt die weltweite Kundengemeinschaft und insbesondere Firmen, gefälligst ihre XP-Systeme abzuschalten und sich Win-7-Rechner zuzulegen. Stephen Rose, Manager der weltweiten MS-Community, stößt im offiziellen Windows Blog die Kampagne gegen XP an und fordert die Welt auf, das alte Betriebssystem endlich in Rente zu schicken.

»Was vor zehn Jahren noch ausreichte, ist nicht mehr gut genug für die heutigen Standards. Die Dinge haben sich beschleunigt. Es wird Zeit, sich zu verbessern«, fleht er die Kunden an. Eine vernünftige Preisreduzierung für Aufsteiger hat er allerdings nicht im Gepäck. Und gegen den Trend, dass vor allem die aktuellen flotten Browser den XP-Maschinen genügend Auftrieb verschaffen, konnte er auch schlecht argumentieren. Statt dessen droht er damit, dass Microsoft in knapp 1.000 Tagen den Support für das System komplett einstelle. Ab April 2014 gebe es keine Security-Patches und Nachbesserungen mehr aus seinem Hause.

Für manche Firma klingt das eher nach einer Laufzeitverlängerung: Noch drei Jahre kann man sein Budget schonen und dann eventuell gleich auf eine völlig andere (mobile?) Lösung umsteigen. Richard Edwards, Chefanalyst bei Ovum, prognostiziert zum Beispiel, dass erst 2014 viele Organisationen sich endgültig für ein Upgrade entscheiden werden. Für einige wird es dann Win 7 oder 8, für andere eben ein alternatives Computing-Modell – weg von klassischen Desktop mit starrem OS.

Entscheidungsträger und Geschäftsleute erhalten zwar keine Zuwendungen oder Preisnachlässe für einen Umstieg auf Windows 7, doch immerhin gibt es für Firmen eine 90-Tage-Probierversion. Als Entscheidungshilfe gibt ihnen Microsoft noch einen ROI-Kalkulator an die Hand. Damit können sie ausrechnen, wie viele Jahre es länger dauert, bis sich ihr Investment in einen Umstieg ausgezahlt haben könnte (Return on Investment) und auf welche Summe sich die Gesamtkosten (Total Cost of ownership) auftürmen. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, darf sich mit den Migrations-Tools der MS Springboard-Serie die Planung für Umstieg, Software-Inkompatibilitäten, Testphasen und die finale Einführung von Windows 7 vor Augen führen.