JBoss Application Server wird schlanker und startet schneller

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Red Hat hat die Version 7 seines Java-Anwendungsservers vorgestellt. Diese soll weniger Speicherplatz benötigen und flotter starten. Darüber hinaus gibt es Verbesserungen beim Deployment und der Administration in verteilten Umgebungen.

Die Startzeit des JBoss Application Server 7 soll laut Red Hat unter drei Sekunden liegen, was vor allem modularen Kern und dem kontinuierlichen Starten aller Services zu verdanken ist, durch das keine Wartezeiten mehr auftreten sollen. Im Vergleich zu früheren Versionen des Anwendungsservers verspricht Red Hat einen bis zu zehnmal schnelleren Start.

Darüber hinaus soll der Speicherverbrauch des JBoss Application Servers massiv reduziert worden sein, so dass auch auf mobilen Endgeräten oder spärlich bestückten VMs läuft. Das optimierte Modular-Service-Container- und Domain-Model soll für ein reibungsloses Skalieren vom Mobilgerät bis zum Cluster sorgen.

Zu den weiteren Neuerungen zählen ein überarbeitetes Management und ein verbessertes, weil inkrementelles Deployment, das dem Anwender bei kleineren Änderungen ein komplettes Re-Deployment erspart. Zudem unterstützt der Server nun Java Context and Dependency Injection (CDI) und die testgesteuerte Entwicklung mit Arquillian.

JBoss Application Server 7 ist für Java Enterprise Edition 6 Web Profile zertifiziert, einer Untermenge von Java EE für die Entwicklung und Implementierung interaktiver Web-Anwendungen, die Zertifizierung für Java EE 6 dürfte aber bald folgen. Zudem soll er bis Ende Juli in Red Hats PaaS-Angebot OpenShift integriert werden.