Radikaler Plan: Südkoreas Abkehr vom gedruckten Buch

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Man denkt gleich an den SF-Klassiker »Fahrenheit 451« von Ray Bradbury, wenn man von den Plänen des asiatischen Landes hört: Schulbücher soll es künftig nur noch in digitalisierter Form geben.

Die Regierung Südkoreas hat angeblich (noch) nichts gegen gedruckte Werke einzuwenden, will aber Papier-Versionen von Grundschule bis Universität komplett verdrängen. 2015 soll der Radikal-Plan zur Digitalisierung bereits vollständig umgesetzt sein.

Damit nicht genug, werde es für die Bildungseinrichtungen ein staatliches Cloud-System geben, aus dem Studenten ihre Daten und Software beziehen können – auch für Mobilgeräte wie Tablets oder Smartphones. Das ganzheitliche Lehrsystem werde umgerechnet ein Investment von etwa 2 Milliarden Dollar erfordern, teilte die Regierung mit. Beim Einscannen der Schulbücher und Lehrmaterialien werde der Textbestand um multimediale Inhalte erweitert.

Massive staatliche Server sollen den Bestand stets online halten, innerhalb der Schulen werden WiFi-Netzwerke den Zugang zum System abwickeln. Förder-Studenten aus armen Familien sollen kostenlose Mobilgeräte erhalten. Die meisten Rechner dürften das Markenlogo von Samsung tragen.