Microsoft folgt Googles Vorbild: Schluss mit Energie-Dienst

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Direkt vor dem Wochenende teilt der Softwarekonzern noch mit, dass er seinem Home-Energy-Monitoring-Service den Saft abdrehen würde.

Die Microsoft-Entscheidung kommt nur eine Woche, nachdem sich Google von seinem konkurrierenden Projekt PowerMeter verabschiedet hat (wir berichteten). Der Rückzug des Webkonzerns war für Microsoft offenbar kein Grund zur Freude, den Markt der Hilfsdienste für Energiesparfüchse ganz allein bearbeiten zu können. Statt dessen wird der Mess- und Beratungsdienst Hohm, der auf smarte Zähler und den Willen des Verbrauchers zum Stromsparen setzt, sang- und klanglos eingestellt. Obwohl die Energiekosten fast überall steigen.

Zum Ende der Dienste habe der Umstand beigetragen, dass die Stromversorger noch recht wenige Smart-Zähler verbaut haben. Die Web-Dienste wiederum konnten nur wenige Elektriker und Stromanbieter für ihren Service als Partner gewinnen. Datenschutz-Aspekte und inkompatible Datenformate bei den diversen Zählern brachten weitere Stolpersteine ins Spiel.

Im Endeffekt bot Hohm vielen Kunden unter dem Strich dann nur ein paar allgemeine Tipps zum Stromsparen. Google hatte nicht mal solche Ratschläge im Angebot.  Statt dessen überließen es die Dienste oftmals dem Kunden, seine Information über den Stromverbrauch manuell einzugeben. Den Vergleich zum Vorjahresverbrauch oder dem typischen Durchschnittsverbrauch könnte man aber auch so anstellen – ohne Profi-Service.

Google und Microsoft überlassen das Feld der Energie-Dienste nun kleineren Anbietern wie Tendril, welcher eine spezielle Überwachungssoftware entwickelt hat und bessere Beziehungen zu Stromkonzernen und den Zähler-Herstellern aufbauen konnte. Da Google zeitgleich auch seinen Health -Service den Todesstoß versetzte, wird nun im Markt spekuliert, dass auch Microsoft seinen Health Vault abschalten könnte.