iSuppli analysierte Hardwarekomponenten des HP TouchPad

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Die Marktforscher haben den iPad-Herausforderer in seine Bestandteile zerlegt. Ergebnis: Die Teile kosten HP knapp 307 Dollar und unterscheiden sich deutlich vom Innenleben des iPad 2.

HP gibt für die 16-GByte-WiFi-Variante des TouchPad nur etwa 17 Dollar im Einkauf weniger aus als Apple für das UMTS-iPad-2-Modell. Die Ingenieure von iSuppli attestieren HP ein vergleichbares Qualitäts-Level und gehen von einer ähnlich gelagerten Profitmarge wie bei Apple aus.

Beide Tablets haben ein sehr ähnliches 9,7-Zoll-Display, das wegen seiner aufwändigen IPS-Bauweise das teuerste Bauteil am ganzen Gerät darstellt (69 Dollar). Hinzu kommt noch der Aufpreis für das kapazitive Touchpanel (62,50 Dollar) und die Touch-Controller-Chips von Cypress für 11,75 Dollar (Apple nutzt Broadcom- und TI-Teile).


HP verbaut den 1,2-GHz-Snapdragon-Prozessor von Qualcomm (APQ8060), der sich deutlich von Apples A5 unterscheidet (z.B. langsamere Grafik). Die Daten legt das TouchPad im internen Flash-Speicher ab. Die iNAND-Chips liefert SanDisk für 23 Dollar (16 GByte) respektive 45 Dollar (32 GByte) an. Apple seinerseits verbaut Flash-Speicher von Samsung und Toshiba.

Bei der Demontage kam heraus, dass die Bauteile kein so dickes Gehäuse benötigen würden wie es jetzt designt wurde. Da hat HP noch Luft, künftig mehr Ausstattung unterzubringen (etwa GPS- und UMTS-Module, Zusatzakku) oder einen flotten Slimline-Nachfolger mit flacherem Korpus zu präsentieren.

Bildergalerie HP Touchpad


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