ARM strebt in höhere Grafik-Gefilde

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In etwa 18 Monaten soll das neue GPU-Design mit dem Codenamen Mali den Markt betreten – und dann gleich für Furore sorgen.

Laut ARM-Angaben würde der Grafikprozessor bei der Pixel-Performance etablierte Grafikkünstler wie jene in den Spielkonsolen PlayStation 3 oder Xbox 360 in den Schatten stellen. Allerdings verspätet sich Mali ganz schön, denn eigentlich hätte es schon im Vorjahr oder gar im Jahr davor so weit sein sollen. Doch nun sieht es realistisch nach Ende 2012 aus.

ARM strebt einen 28nm-Prozess an und will auf dem Die 372 Millionen Transistoren des Microsoft SoC-Chips (Xbox 360) klar übertreffen. Zum Vergleich: Ein aktueller Nvidia Tegra-2-Mobil-Chip wird noch im 40nm-Prozess gefertigt und hat gut 100 Millionen Transistoren weniger als der SoC.

ARM hat also die zusätzliche Entwicklungszeit gut genutzt und dürfte – sollte sogar – die ältere Konkurrenz locker ausstechen. Die Frage ist eher, welche Grafikprozessoren bis dahin Nvidia in den Startlöchern hat. Noch in diesem Jahr kommt schon mal Kal-El (40 nm), der den Tablets und anderen Mobilgeräten eine Grafikperformance auf Konsolen-Niveau bescheren soll. Den 28nm-Wayne-Nachfolger gibt es eventuell auch schon nächstes Jahr, was für die Verbraucher ein interessantes Kopf-an-Kopf-Rennen bedeuten würde.