Internetsurfer: Misstrauisch, übervorsichtig oder leichtsinnig

Big DataData & StoragePolitikRecht

Eine aktuelle Studie des Branchenverbands die Bitkom zeigt, dass viele Deutsche dem Datenschutz im Internet misstrauen. Zu helfen wissen sie sich aber trotzdem nicht. Daneben gibt es aber auch Anwender, die extrem leichtsinnig mit ihren Daten umgehen.

Fahrlässig und leichtsinnig oder übervorsichtig, eine Mitte scheint es bei deutschen Internetnutzern beim Umgang mit ihren persönlichen Daten nicht zu geben. Das zumindest ist das Fazit einer Studie, die der Branchenverband Bitkom gerade herausgegeben hat.

Extreme Einstellung zur Datensicherheit

Demnach haben viele demnach haben viele deutsche Internetnutzer eine »extreme Einstellung zur Datensicherheit«. So gäbe es auf der einen Seite Übervorsichtige, die komplett auf jede Transaktion im Internet verzichten, auf der anderen Seite dann wieder die Leichtsinnigen, die ohne Bedenken und vor allem ohne Sicherheitsmaßnahmen im Web unterwegs sind. So sei es jedem siebten Internetnutzer egal, was mit seinen Daten geschieht, heißt es in der Veröffentlichung.

Derzeit fehlt es offenbar noch an grundlegendem Wissen. So wüssten 47 Prozent der Internetnutzer gar nicht, wie sie sich selbst im Internet schützen könnten.

Briefpost statt E-Mail

Gleichzeitig herrscht bei Vielen offenbar ein gesundes Misstrauen. 55 Prozent glauben nicht, dass ihre persönlichen Daten im Web grundsätzlich sicher sind. Wenn es darum geht, vertrauliche Informationen oder Dokumente zu verschicken, setzen sie daher lieber auf die gute alte Briefpost statt auf Mail. 28 Prozent wagen sich nicht ans Online-Banking, 13 Prozent verzichten auf die Teilnahme an Facebook und Co.

Interessant ist dabei, dass Viele sich wünschen, dass der Staat mehr Schutz bietet. Vier von fünf Internet-Nutzer möchten, dass der Staat vor digitalem Terror und Straftaten schützt.

Laut Bitkom sind in dieser Situation Verbraucherschützer sowie Politik und Wirtschaft gefragt, damit Internetnutzer den Mittelweg aus Leichtsinn und Vorsicht finden.

Die komplette Studie kann man auf der Webseite der Bitkom herunterladen.