Alcatel-Lucent wirbt für flotten Kommunikationsprozessor

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Der FP3-Chip wurde entworfen, um die wachsenden Bedürfnisse der Breitbanddienste zu stillen. Der Prozessor enthält gewaltige 288 Cores.

Vorgänger FP2 kam noch mit 112 Cores aus. Die neue Generation sei gut für IP-Netz-Transmissionen bis 400 Gbit/s – eine glatte Vervierfachung der Leistungsfähigkeit. An den Support für IPv6 habe man natürlich gedacht. Alcatel-Lucent werde den FP3-Prozessor im hauseigenen 7750-Router verbauen.

»Der neue Kommunikationschip erlaubt uns, superdichte intelligente Plattformen zu konstruieren, die schon heute alle Erfordernisse der nächsten Jahre erfüllen«, erzählt Basil Alwan, Präsident des Firmenzweigs. Somit könne der Netzausrüster mit den wachsenden Bandbreitenhunger wegen Video-, Sprach-, Geschäfts- und Entertainment-Diensten mithalten. Insbesondere die Bildübertragung wegen Konferenzen, Filmen und Clips belaste heute die Netzwerke.

Alwan deutete noch an, dass Alcatel-Lucent mit dem FP3-Prozessor auch noch den Markt für Rechenzentren anpeile. Hier gehe es vor allem um direkte Datenverbindungen zwischen den Data-Centern. »Wir haben auch auf einen niedrigen Stromverbrauch geachtet. Pro Gigabit Datentransfer werden maximal 2 Watt verbraucht«, berichtet Alwan von den jüngst durchgeführten Praxistests. Die kommerzielle FP3-Auslieferung in größeren Quantitäten sei erst für 2012 geplant.