Vereinigte Staaten: Feuer bedroht Supercomputer

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Das berühmte »Los Alamos National Labs« (LANL) in New Mexico ist heute geschlossen. Der Grund: Buschbrände. Seit Sonntag stehen in unmittelbarer Nähe des Forschungs- und Rechenzentrums etliche Hektar Land in Flammen.

Die offenbar noch unkontrollierten Brände, die seit Wochen den ausgetrockneten Südwesten der USA malträtieren, sind laut MSNBC bis auf weniger als zwei Kilometer an das Labor-Areal heran gekrochen. Die benachbarten Wohnhäuser wurden bereits evakuiert, das Forschungszentrum vorsorglich geschlossen. »Wir haben alle Aktivitäten eingestellt und die Mitarbeiter gebeten, das Gelände nicht zu betreten«, heißt es auf der Homepage der Forschungseinrichtung.

Das Los Alamos National Laboratory beherbergt einige der weltbesten Supercomputer, die womöglich in einigen Stunden in Rauch aufgehen, darunter die Modelle Cielo (Bild) und Roadrunner. Cielo sei eine der weltweit besten Simulationsplattformen, während Roadrunner der erste Supercomputer war, der die Barriere von 1 Petaflops knackte.

Das ganze Forschungszentrum erstreckt sich auf über 50 Quadratkilometer und besitzt mehr als 1.800 Gebäude. Sicherheitskräfte seien auf dem Areal verteilt, um die wichtigsten Gebäude und Einrichtungen gegen die Flammen zu verteidigen, berichtet die örtliche Zeitung Los Alamos Monitor.  Das radioaktive Material im LANL sei sicher verwahrt worden. Der Teilchenbeschleuniger befindet sich ohnehin unter der Erde.