Nokia Siemens Networks: Umstrukutierung statt Verkauf

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Erneute Kursänderung beim Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks (NSN). Der Mobilfunkausrüster soll nun gründlich umgekrempelt werden, damit die Verluste aufhören, ein Loch in die Bilanzen der Mutterkonzerne zu reißen.

Ursprünglich wollten insbesondere die Finnen einen neuen Eigentümer für ihren NSN-Anteil finden (wir berichteten)

, sind aber offensichtlich mit diesem Vorhaben gescheitert. Nun lautet die neue Marschrichtung: Umstrukturieren. Dies berichtet soeben das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Demnach hätten sich Nokia und Siemens nun darauf geeinigt, frisches Geld in die Hand zu nehmen, um das Joint-Ventures zu stabilisieren und gründlich umzubauen.

Ein (Teil-) Verkauf sei zwar nach wie vor eine denkbare Option, doch die bisherigen Gespräche mit Kapitalgebern wie der Gores Group LLC oder Platinum Equity LLC sowie Kohlberg Kravis Roberts & Co. und TPG Capital seien auf Eis gelegt. Diese Investmentfirmen hatten zeitweise geplant, gemeinsam bis zu 3 Milliarden Dollar in Nokia Siemens Networks zu investieren.

Nokia wollte seinen NSN-Anteil unbedingt verkaufen, um sich voll auf das ebenfalls wackelige Geschäft mit den Mobiltelefonen und Smartphones konzentrieren zu können. Im vergangenen Jahr gingen bilanziell rund 1 Milliarde Dollar bei NSN verloren. Konkurrenten wie Ericsson stehen besser im Markt da.