Das Start-up Bromium kümmert sich um Cloud-Security

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Mittels eines Hypervisor sollen die einzelnen Applikationen in der Cloud eingefangen, isoliert und somit wirkungsvoll geschützt werden, lautet der Bromium-Ansatz.

Warum wird ein Neuling wie Bromium eine Rolle in der konzerndominierten Welt des Cloud Computing spielen können? Weil der frühere Technologiechef von Citrix Systems dahinter steckt: Simon Crosby verantwortete das Cloud-Business und die Rechenzentrums-Aktivitäten von Citrix und stemmt nun das Startup-Unternehmen Bromium, welches gerade von Investoren Geld einsammeln konnte. An seiner Seite wirken Guarav Banga, ebenfalls ein früherer Technologiechef, und zwar bei Phoenix Technologies, sowie Ian Pratt, Vorstand bei Xen.org und Mitbegründer von XenSource. Banga wird bei Bromium den CEO-Chefsessel bekleiden während Crosby als CTO und Pratt als produktverantwortlicher Senior-Vizepräsident agieren werden.

Die selbstgesetzte Mission: Die Sicherheitsprobleme der Cloud-Umgebung ein für alle Mal zu lösen. Das zumindest teilte das Trio der Weltöffentlichkeit am Dienstag bei einer Konferenz in San Francisco mit. Im Hause Bromium arbeite man an einem Hypervisor, der den Servern und Clients eines Kunden kontinuierlich einen Schutzmantel gegen jegliche Form von Malware biete.
»Ich denke wir haben einen Weg gefunden, einen Hypervisor derart zu frisieren, dass er ausführbaren Code in der Cloud kontinuierlich schützen kann«, erzählt Crosby. Damit würde man den Unternehmen ihre Bedenken nehmen können, dass sie insbesondere der öffentlichen Cloud nichts wichtiges anvertrauen mögen, da es dort zu leicht abhanden kommen könne.

»Die große Mehrheit der Angriffe auch bei privaten Clouds nimmt ungeschützte Clients aufs Korn. Bislang vertrauen Kunden also ihre Daten und Arbeitsergebnisse einem relativ unsicherem System an«, präzisiert Crosby. Das Wesen der verteilten Cloud mache es nötig, einen völlig neuen Ansatz für die Sicherheit zu finden, ohne dabei den Anwender einzuschränken. Daher sei der Einsatz eines Virtual-Desktops schon der erste richtige Schritt, lasse aber noch Einfallstore wie verseuchte E-Mail-Anhänge.
Die Bromium-Technologie werde alle Apps, VMs, Desktops und Clients sichern, egal welche Prozessor-Plattform in der Firma oder bei den mobilen Mitarbeitern im Einsatz seien. Ein erstes Produkt sei noch in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten. Indiz für den kommenden Erfolg: Bromium sitzt in Kalifornien, in Cupertino, neben Apple. Mit einer Filiale im englischen Cambridge.