Ausprobiert: Samsung Series 5 Chromebook

von Clint Boulton 0

Als ich das Chromebook aufklappte und den Startbildschirm vor mir hatte, forderte mich das Gerät auf, die Nutzereinstellungen vorzunehmen. Zuerst wurde ich nach meinen Spracheinstellungen und dem Netzwerk gefragt. Ich entschied mich für Englisch und wählte mein privates WLAN als Netzwerk aus, dann loggte ich mich über meine Zugangsdaten in mein Google-Konto ein – dieselben Schritte waren damals beim ersten Einloggen auch beim Cr-48 nötig gewesen.

Dann wurde ich dazu aufgefordert, ein Nutzerbild auszuwählen. Dabei hatte ich die Wahl, ein Foto mithilfe der 1MP-Webcam zu knipsen oder mich für ein Symbolbild zu entscheiden. Ich wählte unter den Benutzersymbolen das Bild eines Roboters aus. Dann war ich drin – oder zumindest größtenteils. Im Unterschied zu Chrome OS Version 0.11 auf meinem Cr-48 forderte mich Version 0.12 auf diesem Chromebook dazu auf, ein Touchpad-Training zu absolvieren, um mich an die Steuerung zu gewöhnen.

Anwendungen, Daten und Einstellungen aus der Cloud

Nach dem Ende des Tutorials fiel mir auf, dass das Chromebook sämtliche Lesezeichen, die ich damals auf meinem Cr-48 gespeichert hatte, importiert hatte. Dies ist bedeutsamer als es scheint, denn es führt mustergültig vor, welche Rolle Cloud-Computing in der Zukunft laut Google spielen soll im Zusammenhang mit Anwenderdaten und der Verfügbarkeit von Applikationen auf jedem Endgerät, mit der Cloud als Datenspeicher.

Doch das ist nicht alles. Das Chromebook erinnerte sich auch an all die Apps, die ich damals auf dem Cr-48 über den Chrome Webstore installiert hatte. Als die Google-Vertreter damals auf der Google I/O herumgealbert hatten, dass man ein Chromebook ins Wasser werfen könne und man dabei keine wichtigen Daten verlieren würde, war das kein Scherz. Obwohl sie natürlich übertrieben haben; man würde vielleicht keine Daten verlieren, aber man wäre um 400 Euro ärmer!

YouTube-Videos und Flash-Multimedia-Inhalte wurden dank des matten (ernsthaft!) 12,1-Zoll-Bildschirms mit Hintergrundbeleuchtung angenehm dargestellt; das Display verfügt über eine Auflösung von 1280 x 800, ein Seitenverhältnis von 16:10 und eine Helligkeit von 300 Candela.

Samsung behauptet, dass seine Series-5-Chromebook-Reihe bis zu 40 Prozent heller sein soll als ein durchschnittliches Laptop. In meinem Test traten beim Lesen von Text und beim Betrachten von anderen Inhalten keinerlei Probleme auf, weder in hellen noch in dunklen Umgebungen. Das Display ist solide, aber nichts Weltbewegendes.

Es gibt mehr als 4500 Apps in Googles Chrome Webstore, die meisten davon sind kostenlos. Ich habe die Webcam mithilfe von Google Talk-Videochats getestet und sie hat einwandfrei funktioniert. Außerdem habe ich Gmail, Picasa, Google Docs, Google Reader und andere Anwendungen ausprobiert, die alle problemlos liefen, dank Intels Atom-CPU N570 mit 1,66 GHz.

Dann installierte ich die neue Chrome-Version von Angry Birds mit einem einzigen Mausklick innerhalb von ein paar Sekunden. Beim Spielen von Angry Birds bekam ich zum ersten Mal wirklich ein Gefühl dafür, was der Intel NM10-Grafikprozessor des Chromebooks leisten kann.

Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass die Web-Variante von Angry Birds flüssig lief. Das ist eben das Internet. Im Gegensatz zu den mobilen Applikationen für Android und iPhone, bei denen es kein Stocken und kein Hängen gibt, sind Hänger bei der Internet-Verbindung normal. Im Großen und Ganzen empfand ich das Spielen auf dem Chromebook aber als angenehme Erfahrung.

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