Supercomputing: Intel kommt voran mit Knights Corner

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Der Halbleiterkonzern gab gerade einen Statusbericht ab, wie die Arbeiten an der Supercomputer-Plattform »Many Integrated Cores« (MIC) vorangehen: Die Architektur des Knights-Corner-Coprozessor sei entworfen, werde bis zu 50 Cores enthalten und im 22-nm-Prozess gefertigt.

Erstmals vorgestellt wurde die MIC-Plattform bei der »International Supercomputing Conference«. Da kündigte Intel an, etwas für High-Performance-Computing-Apps tun zu wollen und dafür die Technologie des Larabee-Projekts anzuzapfen.

Mittlerweile ist der Konzern einige Schritte weiter. Bei der Entwicklung von Knights Corner und der MIC-Plattform gehe es Intel in erster Linie auch um Kompatibilität: Das Festhalten am x86-Code werde es den Entwicklern erleichtern, Software für MIC-Systeme zu schreiben, da sie es ja mit einer vertrauten Plattform zu tun haben. »Das ist der Schlüssel zum Erfolg: ein vertrautes Programmier-Modell«, glaubt MIC-General-Manager Anthony Neal-Graves. »Wer einen Xeon-Prozessor mit seinem Code steuern kann, der kann auch für die MIC-Plattform entwickeln.«

Auf dieser technischen Grundlage sollen Systemintegratoren Supercomputer bauen, die spätestens 2018 die Exaflop-Batterie (das sind 1.000 Petaflops) durchstoßen dürften, so die Einschätzung von Intel. Zugleich sollen MIC-Systeme deutlich Energieeffizienter sein als andere kraftstrotzende Zahlenknechte. »Eine hohe Performance bei gleichzeitig hoher Effizienz war eine unserer Top-Prioritäten beim Design«, betont Neal-Graves.