Piwik 1.5: Flash-freie und datenschutzkonforme Web-Analysen

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Mit Version 1.5 liefert die Web-Analyse-Software Piwik ihre Auswertungen nicht mehr in Flash. Zudem sind die Einstellungen für die IP-Anonymisierung leichter zu erreichen, durch die Auswertungen konform zum deutschen Datenschutzrecht erfolgen.

Piwik ist eine Web-Analyse-Software auf Open-Source-Basis, die vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) positiv beurteilt wird, weil sie auf dem Server des Website-Betreibers läuft und keine Daten an Dritte übertragen werden, wie das beispielsweise bei Google Analytics der Fall ist. Zudem kann Piwik für die Analysen nur verkürzte IP-Adressen speichern, werden diese doch von einigen deutschen Gerichten als personenbezogene Daten eingestuft. Die entsprechenden Einstellungen lassen sich in der neuen Version 1.5 leichter erreichen – nämlich über die Privacy Settings.

Darüber hinaus liefert Piwik seine Auswertungen nicht mehr in Flash, sondern setzt auf Grafiken und Diagramme mit Javascript und dem Canvas-Element von HTML5. Neu sind auch E-Commerce-Auswertungen, die Aufschluss darüber geben sollen, welche Produkte und Produktkategorien die Besucher bevorzugt in den Warenkorb packen, wie sich aktuelle Kampagnen und Preise darauf auswirken und welche Warenkörbe unbestellt bleiben.

Die Custom Variables, mit deren Hilfe sich verschiedene Auswertungskriterien kombinieren lassen, können nicht mehr nur pro Visit, sondern auch pro Page View getrackt werden. Alte Piwik-Logs werden automatisch gelöscht, um die Datenbank nicht endlos anwachsen zu lassen. Und zu guter Letzt kann man neuerdings auch ein eigenes Firmenlogo einblenden lassen.

Daneben bringt Piwik 1.5 zahlreiche Bugfixes und auch einen Security-Fix, der verhindern soll, dass die Auswertungen ohne Login offen stehen. Laut den Entwicklern kam das aber nur bei sehr wenigen Nutzern vor.