Datenschutz: EU-Bürger trauen Behörden mehr als Firmen

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Rund 75 Prozent der Europäer in der Union akzeptieren, dass man online einige persönliche Informationen preisgeben muss. Sie machen sich aber zugleich große Sorgen darüber, wie die jeweiligen Organisationen diese Daten anschließend speichern und was sie damit anstellen.

Eine frisch veröffentlichte Studie der Europäischen Kommission, an der über 26.574 Verbraucher teilnahmen, offenbarte die allgemeine Skepsis der Menschen gegenüber Unternehmen und deren moralische Einstellung zum Thema Datennutzung. 70 Prozent der Befragten traut den Firmen zu, die persönlichen Daten ihrer Kunden für andere Zwecke zu nutzen. 74 Prozent der Bürger wünschen sich ausdrücklich, gefälligst um ihre Zustimmung gebeten zu werden, bevor irgendeine Organisation ihre persönlichen Angaben einsammelt und weiter verarbeitet.

Dreiviertel der Europäer wünschen sich, jederzeit in der Lage zu sein, ihre online hinterlegten persönlichen Daten auch wieder löschen zu können. Eindeutige 90 Prozent der Bürger verlangen von der Politik, dass sie dafür sorgen, quer durch die EU nur eine einzige verbindliche Datenschutzregelung zu installieren.

Vor Datendiebstahl und Online-Betrug fürchten sich 55 Prozent der Befragten, gefolgt von 44 Prozent, die ihre Angaben in den Profilen sozialer Netzwerke in Gefahr sehen. Im Datenaustausch zwischen den Firmen sehen 43 Prozent eine mögliche Schwachstelle, während 70 Prozent der Bürger ihre Daten der Regierung anvertrauen würden. Im Falles des lokalen Krankenhauses liegt das Vertrauen sogar bei 78 Prozent. Der Einzelhändler schneidet dagegen nur mit 39 Prozent ab, der Internet-Provider landet bei mageren 32 Prozent.