Greenpeace kritisiert Apples iCloud

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Das Rechenzentrum für Apples Cloud-Service bezieht seinen Strom laut Greenpeace von einem Energieversorger, der auf Atomstrom und Kohlekraftwerke setzt.

Die Umweltschützer von Greenpeace können ganz schön lästig sein. Vor allem für große Unternehmen, die großspurig neue Projekte ankündigen und dabei noch auf deren Umweltfreundlichkeit verweisen. So beispielsweise Apple und seine iCloud.

Bei der Vorstellung von Apples Cloud-Service hatte Apple-Chef noch stolz erklärt, dass das hinter iCloud stehende Datenzentrum besonders energieeffizient und umweltfreundlich betrieben werde. Eine Aussage, die von Greenpeace-Blogger Tom Dowdall gar nicht angezweifelt wird, schließlich spart ein energieeffizientes Rechenzentrum auch Geld.

Atomstrom und Kohlekraftwerke

Greenpeace kritisiert in erster Linie den Standort des Rechenzentrums und die Energieversorgung, für die Apple sich entschieden hat. Denn das Datenzentrum für iCloud steht laut Greenpeace in North Carolina, und der nötige Strom wird von einem Energieversorger namens Duke Energy geliefert, der auf Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke setzt.

Schmutziger Kohlestrom in Apples sauberer iCloud?

Angeblich will Duke Energy sogar neue Kohlekraftwerke bauen, um den Energiehunger von Rechenzentrumsbetreibern wie Apple oder auch Facebook zu stillen.

Duke Energy investiert in erneuerbare Energien

Allerdings ist die Schilderung von Duke Energy als skrupellosem Klimaschädling wohl nicht ganz fair. Ein Blick auf die Website des Energieversorgers zeigt, dass dieser sich durchaus bemüht, den Anteil an erneuerbaren Energien deutlich zu erhöhen. So investiert Duke Energy in alternative Energiequellen wie Wind, Sonne oder Biogas. Erst im Mai hatte das Unternehmen angekündigt, einen Windpark in Wisconsin kaufen zu wollen.

So bleibt nach der Kritik von Greenpeace die Hoffnung, dass die Investitionen in sauberen Strom sich auch für Dienste wie Apples iCloud auszahlen.