Prominente Branchenvertreter stellen sich hinter LibreOffice

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Die Organisation »The Document Foundation« (TDF) hat es geschafft, für seine Open-Source-Büro-Suite namhafte Unterstützer zu finden: Google, Red Hat, SUSE und die Free Software Foundation (FSF) gehören jetzt zum offiziellen Beratungskreis des Projekts.

Nach der Abspaltung von Oracle und deren Weigerung, das ursprüngliche OpenOffice an TDF zu übergeben, muss sich das LibreOffice-Lager einiges einfallen lassen, um sich im freien Markt durchzusetzen. Prominente Unterstützung aus der Linux-Welt kann da gewiss nicht schaden. Die erwähnten Firmen und Organisationen sagten auch schon zu, nicht nur mit Rat und Tat bei der Sache zu sein, sondern auch materiellen Support liefern zu wollen.

»Die Schaffung eines offiziellen Beratergremiums ist ein großer Schritt vorwärts für The Document Foundation«, glaubt Jeremy Allison, Mitbegründer von Samba und Mitglied in Googles Open-Source-Programm. »Die FSF ist eine Non-Profit-Organisation. Daher wird es in diesem Fall bei inhaltlichem Input und wegweisenden Ratschlägen bleiben«, präzisierte Italo Vignoli, Mitglied im Leitungsausschuss von TDF. Dafür ist die Free Software Foundation natürlich ein meinungsbildendes und einflussreiches Mitglied, was entscheidend sein könnte für die Zukunft von LibreOffice.

TDF plant noch für dieses Jahr einen deutschen Ableger, der dann eine bessere Landesversion der LibreOffice-Suite entwickeln soll. Hier sieht man die große Chance, noch besser im Markt Fuß zu fassen. Daher suche man laut Vignoli auch hierzulande neben Freies Office Deutschland weitere Mitglieder für den Beraterkreis.