Offizielle Eröffnung für Nationales Cyber-Abwehrzentrum

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Zwar nahm das deutsche Cyber-Abwehrzentrum bereits Anfang April seine Arbeit auf, doch erst heute wurde es vom Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich offiziell eröffnet.

Das Cyber-Abwehrzentrum soll den Informationsaustausch zwischen Bundesbehörden vereinfachen und Schutz- und Abwehrmaßnahmen in der IT-Sicherheit koordinieren. Die Leitung obliegt dem Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), zudem sind Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) beteiligt – die drei Behörden stellen die zehn Mitarbeiter, die bereits seit dem 1. April für das Abwehrzentrum arbeiten. Darüber hinaus wirken seit heute auch Bundeskriminalamt (BKA), Bundespolizei (BPol), Zollkriminalamt (ZKA), Bundesnachrichtendienst (BND) und Bundeswehr mit.

»Im Kern der Cyber-Sicherheit steht der Schutz kritischer Infrastrukturen«, erklärte Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich bei der Eröffnung des Cyber-Abwehrzentrums und verwies auf das Schadprogramm Stuxnet und den jüngsten Hackerangriff auf den französischen Atomkonzern EDF, die gezeigt hätten, dass die Gefahr von Angriffen auf die IT-Systeme kritischer Infrastrukturen zunehme. »Die Angriffe werden jedoch zunehmend komplexer und orientieren sich naturgemäß nicht an der Zuständigkeit einzelner Behörden«, ergänzte BSI-Präsident Michael Hange. »Deshalb ist die Etablierung des Nationalen Cyber-Abwehrzentrums ein wichtiger Schritt, um die Cyber-Sicherheit in Deutschland voranzutreiben.«