Origin DataLocker Enterprise

Origin DataLocker Enterprise 2.0 im Test

Die externe USB-Festplatte von Origin besitzt einen Touchscreen, über den der Anwender eine PIN eingeben muss, um auf die verschlüsselt gelagerten Daten zuzugreifen. Wird die PIN wiederholt falsch eingegeben, kann die Platte alle Daten dauerhaft sperren, was Brute-Force-Angriffe verhindern soll.

von Siegfried Moersch 0

Die Origin DataLocker Enterprise 2.0 ist mit 260 Gramm recht schwer für eine 2,5-Zoll-Festplatte, was am robusten Gehäuse liegt. In dessen Inneren steckt eine Fujitsu MHZ2160BH, die mit 5400 Umdrehungen pro Minute arbeitet und 8 MByte Cache mitbringt. Im Test hatten wir das Modell mit 160 GByte auf dem Prüfstand, die Platte wir jedoch auch mit 320, 500 und 1000 GByte angeboten.

Die DataLocker wird via USB 2.0 angeschlossen und mit Strom versorgt. Nimmt sie Kontakt zu einem Rechner auf, erscheint auf dem Touchpad ein alphanumerisches Zeichenfeld für die Eingabe der PIN – im Auslieferungszustand handelt es sich um sechs Nullen, der Anwender sollte hier beim ersten Einsatz eine eigene, bis zu 18-stellige PIN vergeben. Bei der Eingabe der PIN werden die Zeichen auf dem Display durch Sterne (*) maskiert und jede Eingabe wir mit einem Piepston quittiert.

Die DataLocker Enterprise verschlüsselt alle Daten mit 256 Bit AES, die von Origin ebenfalls angebotene Pro-Versio arbeitet nur mit 128 Bit.

Selbstzerstörungsmechanismus

Zum Schutz gegen Hacker- oder Brute-Force-Angriffe bietet die DataLocker-Platte eine Art »Selbstzerstörungsmechanismus«: wird die PIN mehrmals falsch eingegeben, wird die Platte gesperrt. Dann ist eine komplette Re-Initialisierung und Neuformatierung notwendig – zumindest für den unbefugten Benutzer. Denn für den Besitzer gibt es ein kleines Hintertürchen in Form eines Master-Passworts, das er mit der Windows-Software festlegen kann.

Die Platte verkraftet neun Fehlversuche, bevor sie dichtmacht und die Schlüssel zurücksetzt. Nach jeder dritten falschen Eingabe schaltet sich das Laufwerk selbständig ab, so dass es erst wieder angeschaltet werden muss, um die PIN erneut einzugeben. Ein Trennen der Platte vom Rechner und das erneute Anschließen setzt die Zähler wieder zurück.

Datendurchsatz

Die Origin DataLocker Enterprise schlägt sich im Test wie die meisten anderen USB-2.0-Festplatten, die Benchmarks liefern ähnliche Ergebnisse. An einer USB-2.0-Schnittstelle werden Daten mit 29 MByte/s gelesen (HD Tune), an einer USB-3.0-Schnittstelle sind es etwas mehr.

Geschrieben werden Daten mit 26 MByte/s (Crystal Diskmark 3.0) via USB 2.0 und mit immerhin 32 MByte/s via USB 3.0.

Die Platte verrichtet ihre Arbeit nicht hörbar. Sie wird im Test allerdings deutlich war: die Temperatur klettert laut ausgelesenem Hitzesensor von anfänglich 28 auf 42 Grad Celsius.

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