IBM entwickelt Abkürzung beim Prozess-Management

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In nur sechs Klicks könne man seinen Prozess in Gang bekommen, wirbt der Technologiekonzern für einen Einstieg in das IT-gestütztes Geschäftsprozessmanagement (BPM). Mit der Vereinfachung wolle man kleine und mittelständische Unternehmen begeistern.

Den Mittelstand fest im Visier hat IBM mit der frischen Offerte »Business Process Manager Express«. Gerade der letzte Begriff im Produktnamen soll klar machen, dass der Aufwand zum Beispiel bei der Erfassung von Daten für Personalsysteme enorm reduziert wurde. Die Rechnungsstellung in BPM Express wurde gleich komplett automatisiert. Aufbau und Abbildung von Geschäftsprozessen gehe den Nachwuchsunternehmen ganz leicht von der Hand, verspricht IBM.

Man habe sich bei der Weiterentwicklung des Produkts ganz auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmungen konzentriert, heißt es in der offiziellen Produktankündigung von heute. BMP Express bilde Unternehmensprozesse in all ihren Aspekten ab, sorge für möglichst viel Automatisierung und vereinfache die Überwachung der Prozesse. IBM gibt ein Beispiel aus dem Büro-Alltag: Wo Personaler heute noch Mitarbeiter-Daten in gewohnter Weise stundenlang von Hand erfassen könne die Lösung diese Aufgabe zu einer zehnminütigen Fingerübung machen. Manuelle Büro-Tätigkeiten im Firmenalltag würden im Schnitt zu 80 Prozent überflüssig.

In erster Linie hat IBM mit Express Unternehmen mit 500 bis 1.000 Mitarbeitern im Blick. Die Installation vor Ort sei so simpel, dass BMP Express schon nach spätestens zwei Stunden seine Arbeit aufnehme, verspricht der Hersteller: Im Idealfalle benötige ein IT-Administrator nur sechs Mausklicks bis zu einem lauffähigen System. Weitere Produktkonfigurationen erlauben es später, mit den Bedürfnissen der Firma und spezieller Abteilungen zu wachsen.

Die vereinheitlichte Arbeitsumgebung sowie die Shared Model Architektur sorge dafür, dass alle Mitarbeiter an derselben Prozess-Version arbeiten und es nicht zu Diskrepanzen komme. Hat ein Angestellter Schwierigkeiten, muss nicht immer ein IT-Admin zur Stelle sein, denn ein virtueller Coach führt Anwender Schritt für Schritt durch einzelne Prozesse. Wenn ein solcher mal nicht optimal gelungen ist, helfen die eingebauten Monitoring- und Analyse-Funktionen dabei, sie zu verbessern. Hilfreich: Regelsätze (eingebaute Rules Engine) sind direkt in den Prozessfluss einbettbar.

IBM Business Process Manager Express wird hierzulande in den nächsten Tagen verfügbar sein. Laut der aktuellen IBM-Mittelstandsstudie »Inside the Midmarket – a 2011 Perspective« planen gut 75 Prozent des deutschen Mittelstandes, künftig eine BPM-Lösung zu implementieren.