IT-Ausgaben überschreiten 2012 die Grenze von 1 Billion Euro

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Wie der Bitkom unter Berufung auf Zahlen der EU-Marktforscher des EITO vermeldet, werden die IT-Ausgaben in diesem und im nächsten Jahr weiter steigen – erstmals auf über 1 Billion Euro. Wachstumstreiber sind vor allem China, Indien und Russland, doch auch Deutschland kann zulegen.

Um 4,3 Prozent auf 963,4 Milliarden Euro wachsen die IT-Ausgaben in diesem Jahr laut dem European Information Technology Observatory (EITO). »Weder das Erdbeben in Japan noch die finanzpolitischen Unsicherheiten in Europa haben größere Auswirkungen auf die weltweite IT-Nachfrage«, meint Bitkom-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer.

Allerdings sind es vor allem die großen Schwellenländer, die das Wachstum antreiben und mit Zuwachsraten im zweistelligen Bereich glänzen. So steigen die IT-Ausgaben in China um 11,3 Prozent und in Russland und Indien um jeweils 14,5 Prozent. Vergleichsweise bescheiden muten da die 2,9 Prozent an, die die Marktforscher für die EU prognostizieren. Dort drückt in Ländern wie Großbritannien, Spanien, Griechenland und Irland die hohe Staatsverschuldung, weshalb die öffentliche Hand weniger investiert und sich die Verbraucher in Kaufzurückhaltung üben. Deutschland könne sich jedoch von dieser Entwicklung abkoppeln und verzeichne ein Plus von 4,3 Prozent, so der Bitkom.

»Die Aussichten für den globalen IT-Markt sind sehr gut«, fasst Scheer zusammen. Denn 2012 wird der IT-Markt laut EITO um 5,4 Prozent wachsen, so dass erstmals mehr als eine Billion Euro für IT-Hardware, -Software und -Services ausgegeben werden.