iCloud Communications verklagt Apple wegen iCloud

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Nicht mal eine Woche nach der Ankündigung von iCloud muss sich Apple bereits mit der ersten Klage wegen des Online-Dienstes auseinandersetzen, denn es existiert eine Firma gleichen Namens, die verständlicherweise nun ihre Namensrechte verletzt sieht.

iCloud Communications wurde 2005 gegründet und ist auf VoIP spezialisiert. Das Unternehmen hat US-Medienberichten zufolge vor einem Bezirksgericht in Arizona geklagt, weil man der Meinung ist, Apples iCloud sei mit den eigenen Dienstes identisch oder käme diesen zumindest sehr nahe. Zudem würden das Medieninteresse an der iCloud-Ankündigung und die Werbekampagne für den Dienst dafür sorgen, dass die Öffentlichkeit die Marke iCloud eher mit Apple in Verbindung bringt als mit iCloud Communications.

iCloud Communications fordert von Apple Schadensersatz und ein Ende der Markennutzung. Dass das passiert, ist allerdings unwahrscheinlich, denn schon in der Vergangenheit hatte Apple ähnliche Probleme mit anderen Firmen, konnte sich aber immer auf die Namensnutzung mit diesen einigen oder kaufte ihnen die Namensrechte ab. So verkaufte Fujitsu beispielsweise schon seit 2002 unter der Bezeichnung iPad einen Handheld für Einzelhändler und iPhone hießen ursprünglich die Linksys VoIP-Telefone von Cisco, dessen Router-Betriebssystem auf den Namen IOS hört.