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WWDC: Apple präsentiert die iCloud

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Lange wurde über den Apple-Service iCloud spekuliert, nun wurde er offiziell vorgestellt – ebenso wie iOS 5, auf das man aber noch bis zum Herbst warten muss. Ein neues iPhone oder andere neue Hardware hatte Apple-Chef Steve Jobs dagegen dieses Mal nicht im Gepäck.

Wie schon zur Vorstellung des iPad 2 unterbracht Steve Jobs auch für den Start der WWDC seine nun schon gut vier Monate andauernde Auszeit und ließ es sich nicht nehmen, die iCloud zu präsentieren – einen neuen Apple-Service, über dessen Funktionen im Vorfeld schon viel spekuliert worden war. Er soll alle wichtigen Informationen und Inhalte über alle Geräte hinweg automatisch auf dem aktuellen Stand halten, wie Jobs in seiner Keynote erklärte, denn bislang sei das ein »ziemliches Gefummel und sehr frustrierend« gewesen.

iCloud gleicht nicht nur Kontakte, Kalender und Mails zwischen Apple-Geräte ab, sondern auch alle Dateien des Anwenders. Das betrifft etwa Fotos und Musik, aber auch Dokumente von Apple-Anwendungen wie Pages, Numbers und Keynote. Dafür stehen kostenlos 5 GByte Speicherplatz bereit, wobei Musik, E-Books und Apps, die bei Apple erworben wurden, nicht mitgezählt werden.

Mit der Funktion »iTunes in the Cloud« können alle bislang bei iTunes erworbenen Songs ohne Aufpreis auf bis zu zehn Apple-Geräte heruntergeladen werden, neu gekaufte Titel lassen sich auf Wunsch automatisch an die einzelnen Geräte ausliefern. Für 25 Dollar im Jahr kontrolliert Apple die Musiksammlung des Anwenders und macht auch die Songs via iTunes für andere Geräte verfügbar, die nicht bei iTunes erworben wurden – vorausgesetzt, sie befinden sich im iTunes-Bestand. Dieses »iTunes Match« genannte Feature lässt sich allerdings noch nicht ausprobieren, während »iTunes in the Cloud« bereits als Beta bereitsteht.

Auch all Apps und E-Books des Anwenders bringt Apple mit iCloud ohne Aufpreis auf bis zu zehn Geräte. Die Funktion »Photo Stream« schiebt alle aufgenommenen Fotos in die iCloud, wo sie 30 Tage gelagert werden. Auf den Endgeräten, an die sie auch ausgeliefert werden, bleiben sie natürlich so lange verfügbar, bis der Anwender sie löscht.

Für Entwickler ist eine Beta von iCloud verfügbar, der offizielle Start des Dienstes soll im Herbst erfolgen. US-Nutzer können mit iTunes 10.3 und iOS 4.3 immerhin schon »iTunes in the Cloud« ausprobieren.

Vermutlich steht iCloud zeitgleich mit iOS 5 bereit, das Apple ebenfalls für den Herbst angekündigt hat und das etwa 200 neue Funktionen mitbringen soll. Dazu zählen unter anderem neue Systemmeldungen, die nun im »Notification Center« gesammelt werden, und die Integration von Twitter. Mehr zu den wichtigsten neuen Funktionen von iOS 5 gibt es in der Bildergalerie.

Wenn Sie die Eröffnungskeynote der WWDC im Details nachverfolgen wollen, können Sie das im Liveblog der Kollegen von Gizmodo tun.