Sinkende PC-Preise? Laut Intel wohl eher nicht

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Das goldene Zeitalter der stets sinkenden Systempreise ist vorbei. Wenigstens, wenn es nach Intel geht.

Die vermeintliche »Todesspirale«, welche die PC-Industrie ständig belaste, habe nun ihre letzte Drehung gemacht, postulierte Intel-Finanzvorstand Stacy Smith gegenüber Investoren. Die stets sinkenden Preise seien ursächlich aus einer Kombination von besseren Technologien und Innovationen beim Herstellungsprozess entstanden. Damit sei in Zukunft nicht mehr zu rechnen.

Zum einen seien die Marken heute etabliert, die Produktportfolios bereinigt, der Halbleitermarkt klar strukturiert und überschaubar. Auf der anderen Seite fallen den Ingenieuren größere Sprünge in der Verkleinerung von Halbleiterstrukturen immer schwerer, größere Fortschritte erfordern immer mehr Forschungs- und Entwicklungsarbeit, was Innovationen verteuere. Daher können viele Produkte künftig nicht mehr so stark im Preis reduziert oder schnell ersetzt werden, müssen sie doch mehr Geld einspielen.

»Als Wirtschaftsunternehmen müssen wir sicher gehen, dass wir für unseren signifikanten Aufwand auch bezahlt werden«, betont Smith. Daher sei man davon abgekommen, alle machbaren Features einfach großzügig in den nächsten Chip zu gießen, sondern Marketing und Produktdesign auch an ökonomischen Erwägungen auszurichten.

Erfreut sei man über die Entwicklung im Server-Markt, wo die Explosion von Cloud- und Mobil-Diensten für einen großen Bedarf bei Rechenzentren sorge, was sich erfreulich auf eine stabile Gewinnspanne bei Server-Chips auswirke. Sie erreichte voriges Jahr beachtliche 50,5 Prozent. Die Brutto-Marge im PC-Geschäft liege im Vergleich bei 43 Prozent. »Zugegeben, es gibt nicht viele Geschäftsfelder, in denen Sie solche Margen fahren können. Außer Drogen vielleicht«, merkte Smith ironisch an.