Japaner arbeiten am mobilen Simultanübersetzer

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Die bisherigen Smartphone-Apps zum Thema Übersetzung sind nur Spielereien oder Hilfskrücken für Touristen. An einer ernsthaften Echtzeit-Lösung arbeitet gerade NTT Docomo.

Die Idee, auf der Straße oder in Räumen gesprochene Dialoge direkt mit dem Mobiltelefon aufzunehmen, um sie direkt in etwas verständliches zu übersetzen, ist nicht gerade neu, wurde aber bislang auch nicht wirklich praxistauglich umgesetzt. Die Ingenieure von NTT Docomo haben sich der Herausforderung angenommen und arbeiten an einem mobilen Simultan-Übersetzungssystem, sprachgesteuert und mit präzisen, verständlichen Ergebnissen.

Dafür vereinen die Japaner die besten verfügbaren Technologien aus den Bereichen Stimmen- und Spracherkennung, maschineller Übersetzung und künstlicher Stimmerzeugung für die Ausgabe. Das ist von der Rechenleistung her ein Aufwand, der heutige Smartphones leicht überfordert. Daher leitet NTT die Hauptlast der Berechnungen im Hintergrund elegant in die Cloud ab, wo genügend Rechenpower bereit steht, um klaglos auch mehrstündige Konferenzen in mehreren Sprachen abzuarbeiten.

Das ist zumindest das Idealziel, an dem die japanischen Ingenieure mit Hochdruck arbeiten: Komplexe Sätze, Dialoge mit sich überlappenden Wortfetzen, diverse Sprachen und alles in Echzeit lauten die ehrgeizigen Vorgaben. Im bisherigen Funktionsdemo wird ein japanischer Zeitungsartikel vorgelesen, der direkt in ansprechendes Englisch übertragen wird. Der umgekehrte Weg funktioniere auch schon. Momentan werde noch an Präzision und Geschwindigkeit gefeilt.