Emporia RL1: Vodafone setzt nun auf ein schlichtes Design

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Manchmal ist weniger einfach mehr: Beim Emporia RL1 verzichteten die Designer bewusst auf Schnickschnack, zahllose Zusatzfunktionen und damit auf verwirrende Bedienmenüs.

Das Mobiltelefon im eigenen Ständer (gleichzeitig Ladestation) soll sich auch auf Chefschreibtischen blicken lassen können, dachten sich die Emporia-Entwickler, die bislang mit leicht zu bedienenden Senioren-Handys von sich reden machten (wir berichteten).

Das passt zusammen, denn nicht jeder Firmenlenker von heute ist besonders technophil und steht auf Angeber-Smartphones voller ablenkender Spielereien. Emporia und Vodafone bringen gemeinsam eine Alternative an, die sich auf das Wesentliche konzentriert: Textnachrichten, Telefonieren, Nummernspeicher, Termin- und Alarmfunktion und ein integrierter Taschenrechner – das war es schon.

Der Akku verspricht bis zu 3 Stunden Dauergespräch. Das OLED-Display misst nur 1,8 Zoll und bietet eine Auflösung von 160 x 128 Bildpunkten. Das reicht völlig für die entschlackten Menüs. Kamera, GPS, Touchscreen oder App-Anbindung? Alle Fehlanzeige. Das 90 Gramm leichte Dualband-Handy bringt nur eine alte Spielerei mit: Taschenlampen-Funktion. Falls der Chef in dunklen Tiefgaragen parkt.

Vodafone verlangt für das schlanke Vorzeige-Telefon im Ausland nur 99 Dollar und bei uns über 100 Euro (vertragsfrei). Manager oder auch die Generation 55plus können es sich ja leisten, denkt der Provider. Immerhin hat Emporia das zweifarbige Mobiltelefon dafür in ein robustes Gehäuse verpackt, was manchen Sturz aushalten dürfte. Damit wird es wohl länger halten als viele der empfindlichen Alleskönner.