Drei Banken betreuen 95 Prozent des mit Spam generierten Geldes

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Eine Studie der Universität von Kalifornien ergab, dass die finanzielle Infrastruktur der Spammer das Nadelöhr ist, das die Monetariserung der unerwünschten Werbemails stoppen könnte.

Fast alle Spam-URLs sind irgendwie über Millionen von Webseiten mit nur ganz wenigen Banken für das Handling der zugehörigen Finanztransaktionen verknüpft. Der Service Virus Bulletin fasst die ausführliche Studie der UCSD-Forscher in kurzen Worten zusammen: 95 Prozent der per Spam angebotenen Produkte werden über nur drei Banken zu Geld gemacht.

Die Sicherheitsforscher hätten sich fast eine Milliarde Spams angesehen, die auf etwa 93 Millionen verschiedene  URLs verlinkten, die sich  wiederum auf rund 18 Millionen verschiedenen Domains befanden. Nach diesen Domains und den zugehörigen Nameservern sahen sich die Forscher näher um und verfolgten die verknüpften Geld-Transaktionen.

Überraschenderweise konnten sie die Banken dahinter auf nur drei Institute für den Großteil der Geldtransfers zurückführen. Eine davon hat bereits  Transaktionen mit einem der dubiosen Kunden abgesagt, weitere könnten folgen und den Spammern so »den Hahn abdrehen«.

Die Studie zur Spam-Lieferkette wird bestätigt von F-Secure-Forschungen. Die Security-Firma nennt in ihrer Meldung dazu alle beteiligten Geldinstitute.

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